Razer Inc. soll am 13. Mai 2022 von der Börse Hongkong genommen werden. Ein Konsortium um Mitgründer und CEO Min-Liang Tan übernimmt die noch ausstehenden Aktien im Rahmen eines Scheme of Arrangement. Der vereinbarte Preis liegt bei 2,82 Hongkong-Dollar je Aktie, der Gesamtwert der Transaktion bei rund 3,17 Milliarden US-Dollar.
Tan und der nicht geschäftsführende Direktor Kaling Lim hielten bereits die Mehrheit der Razer-Anteile. Als weiterer Partner beteiligt sich CVC Capital Partners an der Privatisierung. Nach Abschluss des Verfahrens wird Razer nicht mehr am Main Board der Hong Kong Stock Exchange gehandelt.
Angebot lag deutlich über dem vorherigen Börsenkurs
Der Angebotspreis von 2,82 Hongkong-Dollar lag deutlich über dem Schlusskurs vor der ersten Handelsaussetzung im Oktober 2021. Der Rückzug von der Börse sollte die Übernahme des Unternehmens durch das Gründerkonsortium abschließen und Razer mehr Spielraum für die weitere Unternehmensentwicklung geben.
Razer bleibt als Gaming-Marke bestehen
Die Transaktion ändert zunächst nichts am Produktgeschäft von Razer. Das Unternehmen entwickelt weiterhin Mäuse, Tastaturen, Headsets, Gaming-Notebooks und weiteres Zubehör. Zu den Razer-Produkten für Xbox zählen unter anderem lizenzierte Controller und Ladezubehör.
Mit dem Abschluss der Privatisierung endet die öffentliche Kursnotierung, nicht aber der Betrieb des Unternehmens. Die Börsenunterlagen beschreiben die Bedingungen des Scheme of Arrangement und den Zeitplan für die Auszahlung der verbliebenen Aktionäre.
