Die OXS Thunder PRO+ hat unsere Redaktion beim Ausprobieren schnell überzeugt. Sie klingt kräftig, lässt sich überraschend unkompliziert in Betrieb nehmen und bringt mit ihrer Lautsprecher-Kopfstütze eine ungewöhnliche Ergänzung an den Schreibtisch. Ganz klein ist die Soundbar dort allerdings nicht. Und ausgerechnet der auffällig große USB-Funkadapter auf ihrer Rückseite passt nicht recht zum ansonsten platzsparenden Konzept. Nach YouTube-Soundproben, Hellblade 2 und der Halo-Serie auf UHD-Blu-ray bleibt trotzdem eine klare Empfehlung.
Für diesen Praxistest kam ein Review-Gerät zum Einsatz. Im Mittelpunkt stehen unsere Höreindrücke und der Umgang mit dem System, keine akustischen Labormessungen. Als vorhandene Vergleichsanlage dient die Logitech Z906. Technische Angaben des Herstellers sind im Folgenden von unseren Beobachtungen getrennt: Eine Kanalzahl auf dem Karton beschreibt noch nicht, wie ein System am eigenen Sitzplatz klingt.
Kompakt neben einer Surround-Anlage, ein Brocken auf dem Tisch
Die Thunder PRO+ macht zunächst zwei scheinbar widersprüchliche Eindrücke: Für ein komplettes Audiosystem ist sie kompakt, auf einem Schreibtisch bleibt sie ein ordentliches Stück Hardware. OXS nennt für die Soundbar 608 × 122 × 78 Millimeter. Gut 60 Zentimeter Breite verschwinden nicht einfach zwischen Tastatur und Monitor. Besonders auf einer schmalen oder schon gut belegten Arbeitsfläche gehört die Aufstellung deshalb zur Planung.
Der Platzvorteil zeigt sich beim Blick auf das ganze System. Es müssen keine separaten rückwärtigen Boxen samt Ständern im Zimmer verteilt werden. Deren Aufgabe übernimmt ein Lautsprechermodul an der Kopfstütze des Stuhls. Die Soundbar bündelt den Großteil der übrigen Technik vor dem Bildschirm. Damit fällt die Entscheidung nicht bloß zwischen einer großen und einer kleinen Box, sondern zwischen zwei unterschiedlichen Arten, Lautsprecher im Raum unterzubringen.
OXS hat diesen Ansatz auch auf der gamescom 2026 gezeigt. Im Alltag am Schreibtisch ist gerade diese Verbindung aus relativ wenig verteilten Komponenten und kräftigem Klang reizvoll. Ein vollständig freier Tisch entsteht dadurch nicht: Neben dem Gehäuse brauchen Anschlüsse, Kabel und Stromversorgung weiterhin ihren Platz. Die Thunder PRO+ ist eine kompakte Anlage, kein unsichtbares Monitorzubehör.

72-Watt-Netzteil und angenehm einfache Inbetriebnahme
Unserem Review-Gerät liegt ein 72-Watt-Netzteil bei, das über einen DC-Stecker angeschlossen wird. Die Stromversorgung erfolgt damit klassisch über ein externes Netzteil. Dessen Leistung ist keine Messung der akustischen Ausgangsleistung und auch keine unmittelbar vergleichbare Angabe zu den Verstärkerwerten anderer Lautsprechersysteme. Für die praktische Aufstellung zählt zunächst, dass zusätzlich zur Soundbar ein Netzteil und dessen Kabel untergebracht werden müssen.
Die Installation selbst hat uns positiv überrascht. Trotz der Kombination aus Soundbar und zusätzlichem Lautsprechermodul wirkte die Inbetriebnahme angenehm unspektakulär. Anschließen, einschalten, loslegen: Plug & Play beschreibt unsere Erfahrung besser als jede ausführliche Installationsgeschichte. Eine vermeintlich anspruchsvolle Gaming-Audiolösung muss sich also nicht zwangsläufig wie ein eigenes Einrichtungsprojekt anfühlen.
Diese Einfachheit ist besonders dann wertvoll, wenn ein Schreibtisch gleichzeitig Arbeitsplatz und Spielplatz ist. Audio soll dort funktionieren, ohne jede Nutzung mit Einstellungen und Fehlersuche zu beginnen. Unsere positive Erfahrung mit dem Start ist allerdings von der Wahl des richtigen Tonformats zu unterscheiden. Dass ein Signal hörbar ankommt, bedeutet noch nicht, dass die Quelle tatsächlich alle vorgesehenen Kanäle liefert. Genau das wurde bei den rückwärtigen Lautsprechern interessant.
YouTube, Hellblade 2 und Halo als Praxisprogramm
Los ging es mit einigen Soundproben auf YouTube. Anschließend folgten Senua’s Saga: Hellblade II und die Halo-Serie auf UHD-Blu-ray. Damit blieb es nicht beim kurzen Einschalten oder beim Abspielen eines einzelnen Vorführtons. Spiel und Serie gehörten ebenso zum Ausprobieren wie schnell erreichbare Online-Inhalte. Der gemeinsame Eindruck dieser Nutzung: Die Thunder PRO+ klingt ausgesprochen überzeugend und entwickelt für ihre Bauform ordentlich Druck.
Als Produkthinweis zur Serie führt Amazon beispielsweise Halo: Staffel 1 im 4K-Steelbook (Werbung/Affiliate-Link). Diese Ausgabe war beim Abruf am 15. September 2026 nicht verfügbar; sie wird hier nicht als die konkret verwendete Testausgabe ausgewiesen. Bei einem Kauf über den Link kann XboxDev eine Provision erhalten.
Die Begeisterung richtet sich dabei auf das gesamte Hörerlebnis, nicht auf eine vermeintlich beeindruckende Wattzahl. Das System vermittelt keineswegs den Eindruck, dass der kompakte Aufbau zwangsläufig mit dünnem oder zurückhaltendem Klang bezahlt werden müsste. Gerade am Schreibtisch ist das ein wichtiger Punkt: Ein Lautsprecher kann dort schnell viel Stellfläche beanspruchen, ohne akustisch entsprechend viel zu bieten. Bei der Thunder PRO+ hatten wir dieses Missverhältnis nicht.
Kräftiger Klang und tiefreichender Subwoofer-Bass sind allerdings zwei verschiedene Maßstäbe. Unser positiver Eindruck beschreibt die Wirkung des Systems bei den genannten Inhalten. Er bedeutet nicht, dass die Soundbar den Tiefgang oder die Pegelreserven eines separaten großen Subwoofers erreicht. Gerade im Vergleich zur Z906 mit ihrem eigenen Tiefton-Gehäuse wäre diese Gleichsetzung zu einfach. Entscheidend für unsere Empfehlung ist, dass uns der Klang am Schreibtisch überzeugt hat, nicht ein behaupteter Sieg in der tiefsten Oktave.
Die hinteren Lautsprecher kommen bei Dolby zur Geltung
Die wichtigste Unterscheidung zwischen den Hörproben betrifft das Modul an der Kopfstütze. In unserem Einsatz kamen die hinteren Lautsprecher erst bei Dolby-Wiedergabe wirklich zur Geltung. Der Effekt des zusätzlichen Moduls ist also nicht bei jedem beliebigen Inhalt gleichermaßen präsent. Diese Beobachtung gehört zum Test, weil gerade die rückwärtige Ergänzung die Thunder PRO+ von einer gewöhnlichen Schreibtisch-Soundbar unterscheidet.
Das ist kein Nachweis dafür, dass das Modul technisch ausschließlich Dolby-Signale wiedergeben könnte. OXS erläutert in seiner FAQ die Abhängigkeit von Signal und Klangmodus: Bei Stereo-Material können die rückwärtigen Lautsprecher im Standardmodus still bleiben. Andere Modi können auch aus PCM-Material zusätzliche Kanalanteile erzeugen. Ein solcher Upmix ist aber etwas anderes als eine Tonmischung mit gezielt angelegten rückwärtigen Informationen.
Für die Bewertung zählt deshalb mehr als der Name eines Spiels oder einer Disc. Tonspur, Wiedergabeeinstellungen und die Verbindung zur Soundbar müssen zusammenpassen. Eine UHD-Blu-ray ist nicht automatisch ein Beleg dafür, dass gerade Dolby Atmos anliegt. Unser Befund bleibt bewusst beim Beobachteten: Mit Dolby wurde die Kopfstützen-Ergänzung in unserem Setup deutlich relevanter. Eine genaue Aufschlüsselung der dabei verwendeten Dolby-Formate liegt diesem Bericht nicht zugrunde.
Bei der Fehlersuche lässt sich die Funkverbindung vom Toninhalt trennen. Das Handbuch des Nackenlautsprechers beschreibt die Anzeige „LINKED“ an der Soundbar und eine dauerhaft weiße LINK-Leuchte am Modul als Verbindungsbestätigung. Der Pegel lässt sich über „REAR“ im Menü der Fernbedienung anpassen. Das ist hilfreicher, als allein wegen leiser Rückkanäle die gesamte Anlage lauter zu drehen.
7.1.2 beschreibt ein anderes Konzept als fünf verteilte Boxen
OXS bezeichnet die Thunder PRO+ als 7.1.2-System mit insgesamt zehn Treibern einschließlich des Nackenmoduls. Nach oben abstrahlende Lautsprecher sollen die Höhenwiedergabe übernehmen; das Modul am Stuhl ergänzt die rückwärtigen Kanäle. Ein separater externer Subwoofer gehört laut Hersteller nicht zum regulären PRO+-Paket. Die entsprechende Erweiterung wird vom MAX-Paket unterschieden. Die Modellbezeichnung verdient beim Kauf deshalb einen genauen Blick.
Diese Anordnung darf nicht mit einer Reihe einzeln im Raum aufgestellter Lautsprecher gleichgesetzt werden. Mehrere Schallquellen sitzen hier dicht beieinander in der Soundbar, die rückwärtigen Lautsprecher dagegen nah am Kopf. Der Ansatz passt zu einem festen Sitzplatz vor dem Bildschirm. Ein Wohnzimmer mit mehreren weit auseinanderliegenden Hörpositionen ist eine andere Aufgabe. Unser Test beurteilt die Thunder PRO+ entsprechend als Schreibtischlösung, nicht als vermessenen Ersatz für jede Heimkinoanlage.
Für die Höhenkanäle zählt außerdem die Aufstellung. Dolbys Leitfaden für Soundbars mit nach oben abstrahlenden Lautsprechern verlangt einen freien Schallweg zur Decke. Eine weit überhängende Monitorablage kann diesen Weg behindern. Günstig ist eine möglichst ebene, schallreflektierende Deckenfläche. Für den Schreibtisch folgt daraus: Die Soundbar sollte nicht allein danach positioniert werden, wo ihr Gehäuse gerade noch hineinpasst. Ihre obere Abstrahlrichtung muss ebenfalls frei bleiben. Das erklärt eine bauliche Voraussetzung, keine von uns separat vermessene Höhenortung.

HDMI eARC ist eine erfreuliche Ausstattung
Zu den besonders erfreulichen Ausstattungsmerkmalen gehört HDMI eARC. Zusammen mit dem separaten HDMI-Eingang macht der Anschluss die Soundbar für mehr als eine einzelne PC-Audioverbindung interessant. Ein kompatibler Fernseher kann den Ton angeschlossener Quellen über seinen eARC-Anschluss zurückgeben. Die vorhandene Wiedergabekette lässt sich damit bei der Planung berücksichtigen, anstatt Audio ausschließlich über analoge Ausgänge zu organisieren.
Das OXS-Handbuch nennt HDMI ausdrücklich als Voraussetzung für Dolby Atmos. Die unkomplizierte USB-C-Verbindung ist damit kein gleichwertiger Ersatz für die Atmos-Zuspielung. Am PC dürfen beide Verbindungen gleichzeitig bestehen: OXS beschreibt HDMI für den Ton und USB-C für die App-Steuerung. An der Soundbar muss dann HDMI als Audioquelle ausgewählt sein.
HDMI-Eingang und eARC-Rückkanal sind unterschiedliche Funktionen. Ein beliebiger HDMI-Anschluss am Monitor ersetzt keinen eARC-fähigen TV-Anschluss. OXS beschreibt auch den Anschluss einer Konsole an HDMI IN und die Weitergabe des Bildes über die eARC-Buchse als HDMI-Ausgang. Unsere Empfehlung enthält jedoch keine Bestätigung bestimmter Passthrough-Bildmodi wie 4K bei 120 Hz oder VRR.
Bei Blu-ray-Wiedergabe kommt die Einstellung des Players hinzu. Dolby empfiehlt für Atmos-Tonspuren die HDMI-Ausgabe als Bitstream und das Abschalten einer sekundären Audiomischung, sofern der Player diese anbietet. Zusätzlich muss die passende Tonspur gewählt sein. Diese Punkte sind hilfreicher als ein pauschaler Verweis auf das UHD-Logo der Verpackung: Das Bildformat und die tatsächlich ausgegebene Tonspur sind getrennte Eigenschaften.
Viele Eingänge statt einer einzigen Anschlussidee
Neben HDMI führt OXS USB-C-Audio, einen analogen 3,5-Millimeter-AUX-Eingang und Bluetooth auf. Damit stehen kabelgebundene und drahtlose Wege zur Verfügung. Das ist für einen Arbeitsplatz mit unterschiedlichen Zuspielern praktisch: Die Soundbar ist nicht auf genau eine Art der Tonzuführung festgelegt. Welche Variante sinnvoll ist, hängt allerdings auch davon ab, ob lediglich Stereo oder die räumliche Wiedergabe genutzt werden soll.
Die USB-A-Buchse für den Funkadapter hat eine andere Aufgabe als ein gewöhnlicher Audioeingang. Sie bindet die Lautsprecher-Kopfstütze an. Der darin steckende Adapter ist also kein Musik-USB-Stick, auch wenn seine Form diese Bezeichnung im Alltag nahelegt. Die getrennte Betrachtung der Anschlüsse hilft, Ausstattung nicht einfach als möglichst lange Liste abzuhaken: Entscheidend ist, wofür ein Port tatsächlich vorgesehen ist.
Drehregler, Fernbedienung und App mit unterschiedlichen Aufgaben
Zum Bedienkonzept gehören ein kabelgebundener Tischregler und eine Fernbedienung. Der Regler verändert durch Drehen die Lautstärke, ein kurzer Druck schaltet stumm. Separate Tasten wechseln Eingang und Klangprofil. So sind die häufigen Handgriffe auch ohne geöffnetes Softwarefenster erreichbar. Im Lieferumfang führt OXS außerdem austauschbare Füße zur Anpassung der Aufstellung auf. Das sind praktische Ergänzungen zu einer Soundbar, die ihren Platz oft unter einem Monitor finden muss.
Die offizielle Beschreibung von OXS AUDIO nennt derzeit Windows 10 in der 64-Bit-Version und Windows 11 als unterstützte Systeme. Die dokumentierte Ersteinrichtung verlangt ein OXS-Konto. Diese Zusatzsoftware ist daher von unserer einfachen Audio-Inbetriebnahme zu unterscheiden. Sie bietet Klangprofile, getrennte Pegelanpassungen und Lichteinstellungen, ist aber kein Beleg dafür, dass wir sämtliche Softwarefunktionen getestet hätten.
FPS, RAC, MOBA und Standard sind die vier dokumentierten Presets. Davon getrennt lassen sich unter anderem Seiten-, Höhen- und Rückkanäle im Pegel anpassen. Eine Preset-Auswahl ist nicht dasselbe wie ein frei einstellbarer Mehrband-Equalizer. Auch aus dem Namen eines FPS-Profils folgt noch kein von uns nachgewiesener Vorteil bei der Gegnerortung.
Die RGB-Beleuchtung ist abschaltbar. Das kleine Statusdisplay behandelt OXS in seiner FAQ separat: Es lässt sich in drei Stufen dimmen, laut dieser Beschreibung jedoch nicht vollständig ausschalten. Damit gibt es einen Unterschied zwischen einem abgeschalteten Lichteffekt und einem vollständig dunklen Gerät. Für einen abends genutzten Arbeitsplatz ist diese Unterscheidung nützlich, ohne dass sie uns im eigenen Test als Kritikpunkt aufgefallen wäre.
Kabellose Rückkanäle brauchen weiterhin Ladestrom
Das Nackenmodul überträgt seinen Ton drahtlos, benötigt aber einen geladenen Akku. OXS nennt bis zu zwölf Stunden bei 50 Prozent Soundbar-Lautstärke und unverändertem Rear-Pegel. Diese Bedingungen gehören zur Herstellerangabe; eine eigene Laufzeitmessung haben wir nicht durchgeführt. Höhere Lautstärke und andere Einstellungen können die Nutzungsdauer verändern. Für den Alltag bedeutet kabellos deshalb vor allem den Verzicht auf eine dauerhafte Audioleitung zum Stuhl, nicht den Wegfall jedes Kabels.
Geladen wird das Modul über USB-C. Sein Handbuch unterscheidet beim Energiesparen zwischen Akku- und Netzbetrieb: Ohne externe Stromversorgung schaltet es nach 15 Minuten Inaktivität ab. Mit angeschlossenem Netzteil kann es gemeinsam mit der Soundbar aus- und wieder eingeschaltet werden. Damit gehört neben dem Platz für die Soundbar auch eine praktikable Lademöglichkeit für die Kopfstütze zum Aufbau.
Der große USB-Funkadapter stört das kompakte Konzept
Unser einziger konkret aufgefallener Kritikpunkt ist der große USB-Adapter für die Lautsprecher-Kopfstütze. Er ragt hinten an der Soundbar heraus und wirkt angesichts des sonst kompakten Systems unnötig sperrig. Gerade dort, wo eine Soundbar möglichst sauber unter dem Monitor oder nahe einer Wand stehen soll, fällt ein solcher Vorsprung stärker auf als bei einer frei stehenden Anlage.
Dabei geht es um die Bauform, nicht um eine von uns festgestellte Funkstörung. Einen instabilen Betrieb oder eine beschädigte Buchse haben wir damit nicht beschrieben. Der Wunsch ist viel einfacher: Ein kürzerer Empfänger oder eine besser integrierte Lösung würde den Aufbau am Schreibtisch stimmiger machen. Beim vorgesehenen Stellplatz sollte hinter dem Gehäuse jedenfalls Platz für den Adapter und die angeschlossenen Kabel bleiben.
Logitech Z906: Ein Vergleich mit Grenzen
Als Vergleich steht unserer Redaktion die Logitech Z906 zur Verfügung. Die Anlage fühlt sich technologisch deutlich älter an, stammt aber nicht von vor 20 Jahren: Logitech stellte die Z906 im März 2011 vor. Zum Zeitpunkt dieses Tests liegen damit rund 15 Jahre zwischen ihrer Vorstellung und unserem aktuellen Eindruck der Thunder PRO+.
Der größere Unterschied ist ihr Aufbau. Die Z906 verteilt fünf Satelliten und einen separaten Subwoofer im Raum. In unserer Aufstellung hat sie dadurch mehr Platz zum Spielen, benötigt diesen Platz aber auch für die Komponenten. Ein direkter Siegervergleich wäre unter diesen Bedingungen wenig aussagekräftig. Unterschiedliche Positionen und Konzepte lassen sich nicht durch einen bloßen Wechsel des Audiosignals aus der Bewertung herausrechnen.
Die Z906 ist deshalb nicht pauschal für kleine Zimmer ungeeignet. In unserem Fall ist die Thunder PRO+ schlicht die praktikablere kompakte Lösung. Es entfällt die Aufgabe, mehrere separate Lautsprecher sinnvoll rund um den Arbeitsplatz zu verteilen. Ebenso wenig beweist das Alter der Logitech automatisch schlechteren Klang. Die OXS überzeugt uns durch das, was sie mit ihrem eigenen Aufbau leistet, nicht dadurch, dass wir eine ältere Anlage zum unfairen Gegner erklären.
Klare Empfehlung mit Platz hinter der Soundbar
Für den Schreibtisch fällt unser Urteil deutlich positiv aus. Die Thunder PRO+ verbindet kräftigen, überzeugenden Klang mit einer erfreulich einfachen Inbetriebnahme. HDMI eARC und die weiteren Eingänge passen zu einem vielseitig genutzten Arbeitsplatz. Die Kopfstützen-Lautsprecher sind dabei mehr als ein optisches Extra, kommen nach unserer Erfahrung aber besonders mit Dolby-Inhalten zur Geltung.
Kompakt bedeutet hier weder winzig noch leise. Auch in einem kleinen Zimmer kann die Thunder PRO+ genug Druck entwickeln, dass Zurückhaltung gegenüber den Nachbarn sinnvoll bleibt. Eine geringere Zahl sichtbarer Boxen ist schließlich keine Schalldämmung. Der sperrige Funkadapter bleibt unser Wunsch für eine Überarbeitung. Am positiven Gesamturteil ändert er wenig: Für unser Schreibtisch-Setup ist die OXS Thunder PRO+ eine klare Empfehlung.
