gamescom 2026: Deutscher Games-Markt verliert im ersten Halbjahr drei Prozent

Der game-Verband meldet zur gamescom 2026 einen rückläufigen deutschen Games-Markt im ersten Halbjahr. Der Umsatz mit Spielen, In-Game- und In-App-Käufen sowie Games-Hardware lag bei 4,204 Milliarden Euro und damit drei Prozent unter dem Vorjahreszeitraum.

Die einzelnen Segmente entwickeln sich unterschiedlich. Online-Gaming-Services legten um drei Prozent auf 556 Millionen Euro zu. Spiele sowie In-Game- und In-App-Käufe kamen auf 2,337 Milliarden Euro, ein Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025. Der Hardware-Umsatz sank um acht Prozent auf 1,311 Milliarden Euro. Als einen Grund nennt der Verband höhere Preise für Speicher und Laufwerke.

Indie-Spiele erreichen 17 Millionen Menschen

Parallel zu den Marktzahlen verweist der Verband auf die Bedeutung unabhängiger Produktionen. Rund 17 Millionen Menschen in Deutschland spielen Indie Games. In der begleitenden YouGov-Umfrage nennen 82 Prozent der Befragten kleine Teams als wichtigen Teil der Spielelandschaft. Als Gründe für das Interesse folgen kreative Konzepte mit 73 Prozent, Geschichten mit 68 Prozent und ein besonderer visueller Stil mit 65 Prozent.

Auch die gesellschaftliche Perspektive ist Teil der Veröffentlichung. Sechs von zehn Befragten sehen Games als Treiber künftiger Technologien. 57 Prozent finden, dass die Politik das demokratische Potenzial von Spielen bisher unterschätzt. Die Befragung mit 2.105 Personen lief vom 21. bis 28. Juli 2026. Die Marktwerte stammen aus Auswertungen von YouGov Shopper, Nielsen IQ und Sensor Tower.

Die gamescom findet vom 24. bis 30. August 2026 in Köln und online statt. Die aktuellen Halbjahreswerte ergänzen den Jahresreport 2026 zur deutschen Games-Branche, der die Entwicklung des Gesamtjahres 2025 betrachtet. Auch die Forderungen des game-Verbands zur gamescom setzen den Branchenrahmen für die Messe.

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