gamescom 2026: Game-Verband stellt Forderungen an die Politik

Der Branchenverband Game nutzt die gamescom 2026 für klare Erwartungen an die Politik. In einem Positionspapier fordert der Verband mehr Förderung, verlässliche Rahmenbedingungen und eine verhältnismäßige Regulierung. Das Motto lautet „Lust auf Zukunft: Potenziale von Games nutzen“.

Politische Prominenz auf dem Messegelände

Zur Eröffnung am 26. August in Köln werden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst, EU-Kommissionsvizepräsidentin Henna Virkkunen und Forschungsministerin Dorothee Bär erwartet. Mehr als 350.000 Besucher werden erwartet, die Ausstellungsfläche ist nach Veranstalterangaben ausgebucht.

Drei Themenfelder

Die Forderungen verteilen sich auf drei Felder: Deutschland und Europa als Games-Standort stärken, Vereinfachung statt Regelungsdschungel sowie Games als Kraft für Gesellschaft und Demokratie. Beim Standort-Thema steht die im Koalitionsvertrag angerissene Einführung einer steuerlichen Förderung im Mittelpunkt.

Seit 2019 hat der Bund mehr als 266 Millionen Euro an Zuschüssen für die Entwicklung von Computer- und Videospielen zugesagt. Die Games-Entwicklung in Deutschland und Europa sei im internationalen Vergleich aber noch viel zu schwach, heißt es in dem Papier. „Dafür braucht es mehr Ambition, verlässliche politische Rahmenbedingungen, eine verhältnismäßige Regulierung und die stärkere Nutzung der einzigartigen Potenziale von Games für unsere Gesellschaft“, sagte Game-Geschäftsführer Felix Falk.

Durch den Digital Fairness Act sieht die Branche ganze Gewerke und Geschäftsmodelle gefährdet. Die Vermeidung weiterer Regulierung etwa beim Jugend- und Verbraucherschutz ist daher Teil der Forderungen. Zudem sollen Computerspiele in der Bildung stärker genutzt werden.

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