Deutscher Computerspielpreis 2022: Chorus und Elden Ring nominiert

Die Jury des Deutschen Computerspielpreises hat entschieden: Am 7. März 2022 wurden die Nominierungen für die Preisverleihung am 31. März 2022 in München bekannt gegeben. In der wichtigsten Kategorie „Bestes Deutsches Spiel“ ist unter anderem das Weltraumspiel Chorus von Deep Silver Fishlabs aus Hamburg nominiert. Der Titel hat weltweit viele positive Wertungen erhalten und gilt vielen Beobachtern als Favorit auf den Hauptpreis.

Ebenfalls in der Kategorie „Bestes Deutsches Spiel“ nominiert sind das Survival-Aufbauspiel Endzone: A World Apart von Gentlymad Studios aus Wiesbaden sowie das düstere Adventure Lacuna von Digitales Interactive aus Saarbrücken. Der Gewinnertitel erhält 100.000 Euro Preisgeld, die beiden anderen nominierten Teams jeweils 30.000 Euro. Der Deutsche Computerspielpreis ist neben der reinen Auszeichnung also auch als direkte Förderung heimischer Studios angelegt, ähnlich wie schon bei der Verleihung im Jahr 2020.

Elden Ring, Horizon Forbidden West und It Takes Two international nominiert

Für die Kategorie „Bestes Internationales Spiel“ hat die Jury das kurz zuvor veröffentlichte Elden Ring von From Software nominiert. Daneben stehen Horizon Forbidden West von Guerrilla Games und das Koop-Abenteuer It Takes Two von Hazelight Studios zur Wahl. Anders als bei den nationalen Kategorien ist mit dieser Auszeichnung kein Preisgeld verbunden, da Fördergelder laut den Veranstaltern ausschließlich den lokalen Kategorien vorbehalten sind.

Neue Kategorie für Live-Service-Titel

Neu beim Deutschen Computerspielpreis 2022 ist die Kategorie „Das Beste Live-Game“. Ausgezeichnet werden sollen laut Jury Spiele, „die bereits über viele Jahre eine große Community begeistern und die sich im vergangenen Jahr besonders positiv weiterentwickelt haben“. Nominiert dafür sind Anno 1800 von Ubisoft Blue Byte, das Actionspiel Hunt: Showdown von Crytek sowie Tropico 6 von Kalypso Media. Der Gewinner in dieser Kategorie erhält 40.000 Euro.

Eine weitere Besonderheit der Preisverleihung ist die Kategorie „Spielerin/Spieler des Jahres“, bei der die Community selbst abstimmen darf. Bis zum 27. März 2022 kann per Online-Voting aus einer Reihe vorgeschlagener Personen gewählt werden. Ins Rennen gehen die Content Creator Melanie Eilert (melly_maeh), Maximilian Knabe (HandOfBlood) und Pia Scholz (Shurjoka) sowie der auf Dota 2 spezialisierte E-Sportler Kuro Takhasomi (KuroKy) und der auf Counter-Strike spezialisierte Caster Matthias Remmert (Knochen).

Welches Studio den Hauptpreis am Ende tatsächlich mit nach Hause nimmt, entscheidet sich erst bei der Gala Ende März in München. Bis dahin bleibt vor allem die Frage spannend, ob sich Chorus als Favorit gegen die beiden kleineren Studioproduktionen durchsetzen kann.

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