Ubisoft: Durchschnittsgehalt sinkt um vier Prozent, Jahresbericht belegt Sparfolgen

Ubisoft hat am 6. Juli 2026 seinen Universal Registration Document für das Geschäftsjahr 2025/26 bei der französischen Börsenaufsicht AMF eingereicht. Das 356 Seiten starke Dokument enthält neben den bereits im Mai veröffentlichten Bilanzzahlen erstmals detaillierte Personalkennzahlen, und die belegen die Folgen der laufenden Sparmaßnahmen: Die durchschnittliche Vergütung je Beschäftigten sank im Jahresvergleich um vier Prozent auf 69.399 Euro, nach 71.940 Euro im Vorjahr.

Zum Stichtag 31. März 2026 beschäftigte Ubisoft weltweit 16.590 Mitarbeiter, rund 1.190 weniger als ein Jahr zuvor (17.782). Davon arbeiteten 14.704 Personen in der Spieleproduktion, der Rest im Publishing-Bereich. Der Rückgang folgt aus gezielten Restrukturierungen, Projektstreichungen und einer strengen Einstellungsdisziplin, die der Publisher bereits im Vorjahr angekündigt hatte.

Ältere Belegschaft, weniger Einsteiger

Auffällig ist die Verschiebung in der Altersstruktur. Der Anteil der unter 30-Jährigen sank von 23,7 auf 19,6 Prozent. Ubisoft begründet das im Bericht unter anderem mit der Rückkehr erfahrener Mitarbeiter: 155 ehemalige Ubisoft-Beschäftigte seien im abgelaufenen Jahr zurückgekommen, viele davon in Senior-Positionen. Die freiwillige Fluktuation liegt laut Bericht weiter auf dem niedrigsten Stand der Unternehmensgeschichte.

Kostenprogramm greift

Die Personalkennzahlen passen zum Kostenprogramm, das Ubisoft seit dem Geschäftsjahr 2022/23 fährt. Die Fixkostenbasis wurde 2025/26 um weitere 118 Millionen Euro auf rund 1,435 Milliarden Euro gesenkt, kumuliert seit 2022/23 um knapp 325 Millionen Euro. Bis März 2028 soll die Fixkostenbasis auf 1,25 Milliarden Euro fallen. Das Unternehmen prüft zudem weitere Asset-Verkäufe.

Die Sparmaßnahmen sind Teil der Konzernneuausrichtung, die Ubisoft im Januar 2026 mit fünf Creative Houses, Projektstreichungen und einer reduzierten Prognose angekündigt hatte. Im Geschäftsjahr 2025/26 wies der Konzern einen operativen Verlust von rund 1,3 Milliarden Euro aus, eine Rückkehr in die Gewinnzone ist erst für 2027/28 vorgesehen.

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