Der erste Abend mit World of Tanks: HEAT sollte für unsere Redaktion eigentlich nur eine kurze Testrunde werden. Daraus wurden mehrere Stunden, in denen das deutlich höhere Tempo gegenüber dem klassischen World of Tanks schnell auffiel. Der taktische Kern bleibt erhalten, die Gefechte laufen aber wesentlich direkter ab.
Seit dem 26. Mai 2026 ist Wargamings taktischer Fahrzeug-Shooter für Xbox Series X|S, PlayStation 5 und PC verfügbar. Die Plattformen, der Starttermin und die Cross-Play-Unterstützung sind in der offiziellen Ankündigung von Wargaming dokumentiert. XboxDev hatte den Start bereits zuvor angekündigt; der aktuelle hands-on-Eindruck basiert auf mehreren eigenen Spielabenden.
NVIDIA zeigt die PC-Version außerdem in einem eigenen Trailer mit DLSS 4 und Multi Frame Generation. Das Video ist als offizieller NVIDIA-Trailer zu World of Tanks: HEAT eingebunden.
Shooter-Tempo statt langer Wartezeiten
World of Tanks ist traditionell von vorsichtigem Vorgehen, Sichtlinien und gut vorbereiteten Schüssen geprägt. HEAT verschiebt diesen Schwerpunkt. Die Gefechte sind kürzer getaktet und erinnern beim Bewegungsablauf stärker an einen Hero-Shooter, bleiben aber an Fahrzeuge und deren Positionierung gebunden. Im hands-on-Test waren schnelle Reaktionen und mutige Vorstöße oft wichtiger als langes Abwarten. Fehler werden nicht immer sofort bestraft, ein unüberlegter Angriff kann eine Runde aber weiterhin drehen.
Das Spiel setzt zum Start auf acht Agenten in den Rollen Assault, Defender und Marksman. Dazu kommen 15 Fahrzeuge und acht Karten. Agenten verfügen über eigene Fähigkeiten mit Abklingzeiten sowie eine Ultimate-Fähigkeit. Der Marksman-Agent Hound kann beispielsweise Schwachstellen markieren und eine lenkbare Rakete einsetzen, während ein Defender mit Schild und Minigun stärker auf Kontrolle und Standfestigkeit ausgelegt ist. Die Rollen wirken sich damit direkt auf die Aufgaben im Team aus.
Karten und Modi fördern Bewegung
Die Karten sind kompakter und vertikaler angelegt als viele Schauplätze des älteren Spiels. Deckungswechsel, kurze Sichtachsen und mehrere Ebenen sorgen dafür, dass Fahrzeuge selten lange an derselben Position bleiben. In den vier PvP-Modi Hardpoint, Control, Kill Confirmed und Conquest verschieben sich die Ziele regelmäßig. Das führt zu häufigeren Zusammenstößen und verlangt von den Teams, ihre Rollen laufend neu zu verteilen.
Trotz des höheren Tempos bleibt die taktische Ebene erhalten. Die Wahl des Agenten, die Abstimmung der beiden Fahrzeuge und der Umgang mit Fähigkeiten entscheiden darüber, ob ein Team einen Zielbereich hält oder einen Vorstoß abbricht. In den eigenen Runden war besonders die Kombination aus Mobilität und klaren Rollen auffällig: Wer die Deckung nutzt und Fähigkeiten nicht gleichzeitig verschwendet, hat auch in hektischen Gefechten Vorteile.
Neue Technik von Wargaming
Wargaming entwickelt HEAT auf einer eigenen Engine. Laut der offiziellen Launch-Mitteilung soll die Technologie moderne Grafik mit einer breiten Hardware-Unterstützung verbinden. Auf dem PC unterstützt der Titel DLSS 4 samt Multi Frame Generation auf kompatiblen RTX-Grafikkarten. Der NVIDIA-Trailer stellt diesen Teil der Technik in den Mittelpunkt.
Auf Xbox Series X|S und PlayStation 5 stehen dagegen die stabile Grundperformance und die schnelle Darstellung der Gefechte im Vordergrund. Zusätzlich sind Steam Deck und NVIDIA GeForce NOW unterstützt. Cross-Play und gemeinsamer Fortschritt verbinden die Plattformen, sodass die Wahl des Geräts nicht an eine eigene Spielersuche gebunden ist.
Eckdaten zum Start
World of Tanks: HEAT ist seit dem 26. Mai 2026 für Xbox Series X|S, PlayStation 5 und PC über Steam sowie das Wargaming Game Center verfügbar. Zum Start stehen acht Agenten, 15 Fahrzeuge, acht Karten und die vier PvP-Modi Hardpoint, Control, Kill Confirmed und Conquest bereit. Wargaming hat die Plattformen und die technischen Grundlagen in der eigenen Mitteilung bestätigt. Nach den ersten Spielabenden bleibt der Eindruck eines Fahrzeug-Shooters, der die Rollen- und Positionsarbeit von World of Tanks mit einem deutlich schnelleren Gefechtstempo verbindet.
