Sony FY2025: Game & Network Services erzielt Rekordgewinn trotz Bungie-Abschreibung

Sony hat am 8. Mai 2026 die Konzernzahlen für das am 31. März 2026 beendete Geschäftsjahr vorgelegt und für die Spielesparte einen Rekordwert ausgewiesen. Das Segment Game & Network Services kam auf einen Betriebsgewinn von 463,3 Milliarden Yen bei einem Umsatz von 4.685,7 Milliarden Yen. Damit liegt das operative Ergebnis rund zwölf Prozent über dem Vorjahr und so hoch wie noch nie in der Geschichte der Sparte, während der Umsatz nahezu unverändert blieb.

Bemerkenswert ist die Ergebnisqualität, weil sie eine erhebliche Sonderbelastung verkraftet. Im Verlauf des Geschäftsjahres buchte Sony Wertminderungen auf immaterielle und andere Vermögenswerte von Bungie in Höhe von zusammen rund 120,1 Milliarden Yen, was etwa 800 Millionen US-Dollar entspricht. Die Abschreibung verteilte sich auf zwei Quartale und geht auf die schwächer als erwartete Entwicklung von Destiny 2 sowie den verfehlten Erwartungen rund um den Live-Service-Shooter Marathon zurück. Ohne diesen Effekt wäre der Betriebsgewinn der Sparte nach Sony-Angaben um 45 Prozent gestiegen.

Profit kommt aus Software und Netzwerkdiensten, nicht aus der Konsole

Die kumulierten PlayStation-5-Verkäufe liegen inzwischen bei über 93 Millionen Einheiten. Der Hardware-Absatz ging im Berichtsjahr allerdings zurück, die Konsole trägt also nicht mehr den Großteil zum Ergebnis bei. Den Rückgang fingen höhere Erlöse aus Netzwerkdiensten und Software von Drittanbietern auf, gestützt von günstigen Wechselkursen. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer erreichte im März mit 125 Millionen Konten einen für ein viertes Quartal noch nie gemessenen Stand, ein Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Profitabilität der Sparte hängt seit einigen Jahren zunehmend an wiederkehrenden Umsätzen aus PlayStation Plus, In-Game-Käufen und der Beteiligung an Drittanbieter-Software, weniger an der reinen Stückzahl verkaufter Konsolen. Genau diese Struktur erlaubt es Sony, eine Abschreibung von 800 Millionen US-Dollar zu schultern und dennoch ein Rekordergebnis auszuweisen.

PS6-Termin bleibt offen

Zum Zeitplan einer PlayStation 6 äußerte sich Sony nicht konkret. Der Konzern bestätigte lediglich, dass der Startzeitpunkt der nächsten Konsolengeneration noch nicht festgelegt sei, und verwies dabei auf anhaltende Engpässe und steigende Preise bei Speicherbausteinen. Diese Knappheit belastet zugleich den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr.

Auf Konzernebene legte Sony bei Umsatz und operativem Ergebnis zu. Der Konzernumsatz stieg um 3,7 Prozent auf 12.479,6 Milliarden Yen, das Betriebsergebnis um 13,4 Prozent auf 1.447,5 Milliarden Yen. Der ausgewiesene Nettogewinn fiel dagegen, was Sony auf die Bilanzierung der teilweisen Abspaltung des Finanzdienstleistungsgeschäfts zurückführt, das seit Oktober 2025 als aufgegebener Geschäftsbereich geführt wird. Für das Geschäft mit Spielen bleibt der Befund unabhängig davon: Die Spielesparte verdient gut, auch wenn die Hardware nicht mehr der Treiber ist.

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