Destiny 2: The Edge of Fate startet die Fate Saga und das Year of Prophecy

Bungie hat mit der Erweiterung The Edge of Fate, die am 15. Juli 2025 erschienen ist, die Fate Saga eingeläutet und damit das achte Inhaltsjahr von Destiny 2 unter dem Titel Year of Prophecy eröffnet. Die Erweiterung löst die zwischen 2014 und 2024 erzählte Saga aus Licht und Dunkelheit ab und führt die Guardians auf den von dunkler Materie umgebenen Planetoiden Kepler in der Oortschen Wolke des Sonnensystems. Im Mittelpunkt der Handlung stehen die Nine, ein als mysteriös beschriebenes Pantheon dunkler Entitäten, das die Spieler einlädt und eine zentrale Rolle in der neuen Erzählung einnimmt.

Neue Inhaltsstruktur statt Expansion plus Episoden

Mindestens so spannend wie der Erzählbogen ist die Neujustierung des Inhaltsmodells. Bungie ersetzt das bisherige Schema aus einer großen Jahreserweiterung mit nachgelagerten Episoden durch eine Struktur mit vier Inhaltsphasen pro Jahr: zwei kostenpflichtige Erweiterungen mittlerer Größe und zwei für alle Spieler verfügbare Major Updates. The Edge of Fate bildet den Auftakt, die zweite Erweiterung Renegades folgte am 2. Dezember 2025. Die Major Updates sollen jeweils zur Mitte einer Saison neue Aktivitäten, Exotic-Missionen sowie Ausrüstung liefern und damit die Funktion übernehmen, die zuvor das Episodenformat ausfüllte. Game Director Tyson Green begründete den Umbau unter anderem damit, dass die früheren Erweiterungen als zu formelhaft mit begrenztem Wiederspielwert empfunden worden seien. Dass Microsoft mit Halo zeitweise ein MMO im Stil von Destiny 2 geprüft haben soll, zeigt, welche Strahlkraft das Modell weiterhin entfaltet.

Verkauft wird The Edge of Fate in mehreren Editionen, darunter eine Standardfassung, eine Year-of-Prophecy-Edition sowie eine Ultimate Edition mit zusätzlichen exotischen Gegenständen und kosmetischen Inhalten. Eine physische Collector’s Edition ergänzt das Angebot um Figuren und Soundtrack. Die Erweiterung erschien plattformübergreifend für PlayStation 4 und 5, Windows sowie Xbox One und Xbox Series X und S.

Release im Umfeld von Umstrukturierung und Konzernbilanz

The Edge of Fate ist der erste große Destiny-2-Release nach Umstrukturierungen bei Bungie und fällt in eine angespannte Phase beim Mutterkonzern Sony. Dieser verbuchte im Zusammenhang mit der Bewertung des Bungie-Portfolios eine Wertminderung von 765 Millionen US-Dollar, die unter anderem mit der Performance von Marathon begründet wurde. Die Umstellung auf zwei mittelgroße Erweiterungen pro Jahr wirkt da wie ein Versuch, die Produktionsplanung zu verstetigen und die Abhängigkeit von einem einzelnen großen Jahresrelease zu verringern. Tyson Green äußerte sich später selbstkritisch zum experimentellen Charakter mancher Designänderungen, etwa zu den an Erkundungsspiele angelehnten Fähigkeiten auf Kepler. Das Progressionsexperiment habe nicht funktioniert und sei nicht sauber gesteuert worden, räumte er ein.

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