Microsoft Game Dev hat den eigenen Auftritt auf der Game Developers Conference 2022 auf der offiziellen GDC-2022-Seite zusammengefasst, samt Tech Talks, Demos und den Angeboten rund ums Veröffentlichen. Die Konferenz lief vom 21. bis 25. März 2022 im Moscone Center in San Francisco. Nach der pandemiebedingten Pause fand sie damit zum ersten Mal wieder vor Ort statt. Adressiert wurden Entwicklerinnen und Entwickler quer durch alle Größen, von Einzelpersonen bis zu großen Studios. Im Zentrum standen plattformunabhängige Werkzeuge, das hauseigene Veröffentlichungsmodell und der Dreiklang aus Konsole, PC und Web.
Die Vorträge sortierte Microsoft nach Themenfeldern: Analytics und Daten, Business, Cloud, Developer Tools, Online Services, Visual Arts und Barrierefreiheit. Alle Sessions gab es auf Abruf, sie blieben also auch nach der GDC-Woche abrufbar. Als Referenzprojekte für den Einsatz der eigenen Werkzeuge führte das Unternehmen unter anderem Halo Infinite und Yakuza: Like a Dragon an. Produktankündigungen für Endkunden spielten kaum eine Rolle. Es ging um die technische und organisatorische Anbindung von Studios an die Xbox-Plattform und die dazugehörige Toolchain.
Vom Programmantrag bis zum fertigen Store-Eintrag
Ein zentraler Punkt im Programm war die Session „From ID@Xbox to Partner Center: How to publish on Xbox platforms“. Sie führte durch den gesamten Onboarding- und Veröffentlichungsprozess: die Bewerbung für das Programm, der Zugang zu Entwicklungshardware, die Einrichtung der Store-Präsenz und schließlich die Auslieferung an die Spielerschaft auf Konsole, PC und im Web. Unter dem Dach von ID@Xbox bündeln sich Dev-Kits, das Game Development Kit, die Veröffentlichungswerkzeuge und mögliche Marketingunterstützung. Distribution und Produktkonfiguration laufen für die Studios über das Partner Center. Der Vortrag wollte vor allem eines: den Weg von der Anmeldung bis zur Markteinführung nachvollziehbar machen.
Was die Cloud-Werkzeuge Studios bieten
Neben dem Veröffentlichen rückte Microsoft die Cloud in der Produktion nach vorn. Vorgestellt wurde die Azure Game Development Virtual Machine, eine vorkonfigurierte virtuelle Umgebung, in der sich Spiele unter produktionsnahen Bedingungen bauen und testen lassen. Dazu kam die weltweite Verfügbarkeit des Programms ID@Azure. Unabhängige Studios bekommen darüber unter anderem Azure-Guthaben in Höhe von 5.000 US-Dollar, einen kostenlosen PlayFab-Standardtarif für bis zu zwei Jahre, Zugang zu Multiplayer-Diensten sowie Lernressourcen und direkte Hilfe von Microsoft-Fachleuten. Zusammengenommen verzahnte der Auftritt Entwicklungswerkzeuge, Cloud-Infrastruktur und Veröffentlichungswege für Konsole, PC und Web. Die komplette Übersicht der Tech Talks und Demos ist zu finden unter dem Link zur offiziellen GDC-2022-Seite von Microsoft Game Dev.