Die GDC veröffentlichte am 23. Oktober 2019 Marie Foulstons Vortrag über die Konzeption der V&A-Ausstellung „Videogames: Design/Play/Disrupt“. Die leitende Kuratorin hatte auf der Game Developers Conference 2019 erklärt, wie sich die Entwicklung und Kultur von Spielen im Museum vermitteln lassen.
Die Sitzungsbeschreibung nennt kuratorische Recherche und die Gestaltung einer eigenen Ausstellungssprache als Themen. Das Victoria and Albert Museum in London kombinierte Materialien aus dem Entwicklungsprozess mit eigens beauftragten audiovisuellen Exponaten und immersiven Installationen. Damit beschränkte sich die Schau nicht auf fertige Spiele.
Prototypen und Notizbücher statt nur Bildschirmbilder
Der V&A-Bericht zur anschließenden Ausstellung in Dundee beschreibt konkrete Entwicklungsunterlagen: Notizbücher des Directors von The Last of Us, Originalskizzen zu Bloodborne und digitale Prototypen von Journey. Eine Videowand zeigte außerdem die Arbeit von Online-Communitys. In einer DIY-Arcade waren experimentelle Spiele spielbar.
Für Entwickler ist dieser Ansatz auch eine Frage der Dokumentation. Ein fertiges Spiel zeigt das Ergebnis, frühe Entwürfe machen dagegen gestalterische Entscheidungen nachvollziehbar. Die ausgestellten Materialien können deshalb erklären, wie eine Spielwelt oder Mechanik entstanden ist. Das ist eine redaktionelle Schlussfolgerung aus dem Ausstellungskonzept, keine zusätzliche Aussage Foulstons.
Die Ausstellung war bei Veröffentlichung der Aufzeichnung bereits beendet. In London lief sie vom 8. September 2018 bis zum 24. Februar 2019, in Dundee vom 20. April bis zum 8. September 2019. Für die Ausstellung nennt das Museum neben Marie Foulston auch den Research Curator Kristian Volsing.

