id Software hat am 11. Juli 2016 Vulkan-Unterstützung für die PC-Version von DOOM freigeschaltet. Die Grafik-API ergänzt den bisherigen OpenGL-Pfad und soll vor allem höhere Bildraten ermöglichen. Bethesda nennt dabei auch ältere Grafikkarten, die mit passenden Spiel- und Treiberupdates besser unterstützt werden könnten.
Für die Umsetzung arbeitete id Software nach eigenen Angaben seit Ende März mit AMD und NVIDIA an Spiel- und Treiberunterstützung. Vulkan verschiebt einen größeren Teil der Kontrolle über die Grafikpipeline in die Hand der Entwickler. Dadurch kann die Engine den verfügbaren Grafikprozessor gezielter ansprechen, verlangt aber zugleich eine sorgfältige Abstimmung zwischen Spiel, Treiber und Hardware.
Zwei Rendering-Pfade für die PC-Version
DOOM lässt sich nach dem Update weiterhin mit OpenGL starten oder über Vulkan ausführen. Die Khronos Group beschreibt DOOM als erstes leistungshungriges Spiel mit der neuen Low-Level-API. Zum Start der Vulkan-Version war die Schnittstelle noch jung, weshalb Bethesda auf mögliche Fehler in der Kombination aus Spiel und Treiber hinwies.
Die geplante Unterstützung war bereits zuvor Thema. In der früheren Meldung zur Vulkan-Ankündigung stand noch die Vorbereitung des Renderpfads im Mittelpunkt. Mit dem Juli-Update wurde daraus eine nutzbare Option für die veröffentlichte PC-Version.
