Ascentiz hat zur IFA 2026 mit BodyOS eine Entwicklerplattform für tragbare Robotik vorgestellt. Im Mittelpunkt steht die Verbindung modularer Exoskelette mit eigener Rechenhardware, externen Sensoren und Anwendungen. Ein aktueller ShowStoppers-Rückblick greift das auf der Messe präsentierte Entwicklerkit erneut auf.
Der Hersteller beschreibt vier zusammenhängende Ebenen: mechanische Befestigungen, angeschlossene Hardware, Datenzugriff und Softwarewerkzeuge. Eigene Anbauteile sollen sich beispielsweise per 3D-Druck oder CNC-Fertigung herstellen und am Exo-Belt montieren lassen. Damit muss ein Entwickler für einen zusätzlichen Sensor nicht zugleich ein vollständiges Exoskelett konstruieren.
B-core Pi 1 verbindet Bewegungsdaten und externe Hardware
Die BodyOS-Plattformübersicht unterscheidet die Softwareplattform vom B-core Pi 1. Dieses am Exoskelett befestigte Gerät stellt Rechenleistung, Echtzeitsteuerung und Hardwareanschlüsse bereit. Genannt werden Bluetooth, USB, RJ45, ein Kameraanschluss, CAN FD und RS485. Damit sollen Anwendungen externe Sensoren anbinden und beispielsweise Aktoren oder Roboterarme ansteuern können.
Über die vorgesehenen APIs erhalten qualifizierte Entwickler Zugriff auf Sensordaten und exoskelettspezifische Parameter. Der Ansatz richtet sich damit nicht nur an Mechanikentwicklung, sondern auch an Softwareteams, die neue Mensch-Maschine-Interaktionen erproben. Eine Integration in Unity, Unreal Engine oder eine konkrete VR-Anwendung wird auf den geprüften Herstellerseiten nicht zugesagt.
BodyOS: Builders Beta statt frei verfügbarem SDK
Nach Herstellerangaben ist die Alpha-Phase abgeschlossen; BodyOS wird für eine Builders Beta vorbereitet. Entwicklerhardware und Firmware seien weitgehend fertig, während SDK und APIs die nächsten Veröffentlichungsschritte bilden. Interessierte Entwickler, Forschende und Designer können sich für das Early Builder Program bewerben.
Ascentiz verwendet für BodyOS auch den Begriff Open Source. Eine öffentlich verlinkte Lizenz, ein Quellcode-Repository oder versionierte SDK-Release-Notes weisen die geprüfte Ankündigung und Plattformübersicht jedoch nicht aus. Der derzeit belegte Zugang ist deshalb das Bewerbungsprogramm, nicht ein uneingeschränkt verfügbarer Softwaredownload. Für eine technische Projektplanung bleiben die tatsächlichen Schnittstellen, Nutzungsrechte und Sicherheitsgrenzen der Hardware zu prüfen.

