Der neue Publisher PUBLSH hat mit Elyzio eine weltweite Publishing-Partnerschaft für Pera Coda angekündigt. Das psychologische Kriminalabenteuer ist der erste öffentlich vorgestellte Titel des Unternehmens. Entwickelt wird es bei Falan Studio, einer internen Division von Elyzio. Ein neuer Trailer begleitet die Vereinbarung.
Die erste Episode soll 2027 für PC erscheinen. Weitere Plattformen wollen die Partner später bestätigen; eine Xbox-Fassung ist damit noch nicht angekündigt. Schauplatz ist eine verfremdete Version Istanbuls, in der ein Strafverteidiger einen Mordfall untersucht. Das episodische Format gehört zur geplanten Veröffentlichung, nicht zu einem bereits abgeschlossenen Release.
PUBLSH wurde 2025 von Ben Granados in Kalifornien gegründet. Granados hatte zuvor die Marketingagentur PETROL mitgegründet und über mehr als zwei Jahrzehnte mit aufgebaut. Mit dem eigenen Publisher wechselt er von der Vermarktung fremder Marken zur Zusammenarbeit mit Studios bei der Veröffentlichung ihrer Spiele.
Elyzio beschreibt eine kommerzielle Partnerschaft
Dogan Can Yeginer erläutert die Aufgabenverteilung in einem eigenen Beitrag zur Vereinbarung: Elyzio habe bereits eigene Publishing-Fähigkeiten aufgebaut. Die Zusammenarbeit mit PUBLSH solle diese ergänzen und die kommerzielle Strategie stärken, ohne die kreative Ausrichtung des Spiels vorzugeben. Das ist die Darstellung des Entwicklers; Vertragsdetails werden nicht veröffentlicht.
PUBLSH-Chef und Mitgründer Ben Granados begründet die Auswahl in der gemeinsamen Pressemitteilung mit der eigenständigen erzählerischen Stimme des Projekts. Angaben zu Vorschüssen, Umsatzbeteiligung, Rückzahlung von Entwicklungskosten oder Eigentum an der Marke enthält die Mitteilung nicht.
Welche Leistung ein Publishing-Vertrag tatsächlich umfasst
Erst vor wenigen Tagen hatte 1312 Interactive eine Finanzierung für den Ausbau seiner Publishing-Leistungen gemeldet. Dort waren unter anderem Qualitätssicherung, Lokalisierung und Vertrieb konkret benannt. Bei PUBLSH und Elyzio belegt die Bekanntgabe zunächst die weltweite Partnerschaft, aber keinen identischen Leistungskatalog. Für einen Vertragsvergleich wären diese Aufgaben und ihre Finanzierung einzeln zu prüfen.

