Auf der GDC 2022 hat Microsoft ein größeres Update für seine Backend-Plattform Azure PlayFab gezeigt und die Details am 23. März 2022 im Game-Dev-Blog von Microsoft festgehalten. Drei Bausteine der Multiplayer- und Live-Service-Infrastruktur stehen im Zentrum: Der Dienst für nutzergenerierte Inhalte (User-Generated Content, UGC) ist jetzt allgemein verfügbar, ein neuer Lobby-Service startet in der Public Preview, und das Matchmaking bekommt Echtzeit-Benachrichtigungen. Als Backend steckt PlayFab in zahlreichen Titeln, etwa Roblox, Minecraft, Halo, Forza und No Man’s Sky. Der Dienst arbeitet plattformübergreifend und bedient Xbox, PlayStation, Nintendo, PC und Mobilgeräte.
UGC verlässt die Preview-Phase
Mit dem GDC-Update ist der UGC-Dienst von PlayFab aus der Public Preview in die allgemeine Verfügbarkeit (General Availability) gewechselt. Von Spielern erstellte Inhalte lassen sich damit produktiv verwalten und ausliefern. Im Game Manager kamen zusätzliche Funktionen dazu, die Studios bei der Pflege und Organisation ihrer UGC-Kataloge helfen sollen. General Availability heißt konkret: Die Beschränkungen der Preview fallen weg, der Dienst ist für den Einsatz in produktiven Titeln gedacht.
UGC gehört zu einem größeren Funktionsumfang, den Microsoft auf der GDC 2022 für PlayFab vorstellte. Neben den Multiplayer-Diensten zählen dazu Party, Experiments und die Data Platform. Mitgliedern des Programms ID@Azure stellt Microsoft den PlayFab Standard Plan über zwei Jahre kostenfrei bereit, regulär kostet er 99 US-Dollar pro Monat. Multiplayer-Dienste wie Party Networking, Voice and Chat, Matchmaking und Lobby gibt es zusätzlich ohne Aufpreis. Microsoft zufolge deckt dieses Angebot auf Basis von Branchenbenchmarks rund 95 Prozent der Spiele ab.
Lobby-Service und Matchmaking mit Echtzeit-Benachrichtigungen
Mit PlayFab Lobby kommt ein neuer Dienst hinzu, der in der Public Preview bereitsteht. Lobby gruppiert Spieler temporär, um Multiplayer-Sitzungen zu orchestrieren, und das plattformübergreifend. Koordinieren lassen sich Sitzungen über Member-Eigenschaften sowie Lobby- und Sucheigenschaften. Der Dienst kann außerdem Server-Browse-Szenarien abbilden: Spieler finden passende Lobbys nach Kriterien wie Karte, Schwierigkeitsgrad oder Spielmodus.
Beim Matchmaking kommen Echtzeit-Benachrichtigungen dazu. Bisher mussten Anwendungen den Ticket-Status regelmäßig abfragen (Polling), um Änderungen am Match-Status mitzubekommen. Die aktualisierte Client-SDK mit Echtzeit-Benachrichtigungen, ebenfalls in der Public Preview, macht dieses Polling überflüssig und greift mit dem neuen Lobby-Dienst ineinander. Status-Änderungen gehen so direkt an die Clients, was den Aufwand bei der Match-Orchestrierung senkt.