Microsoft investiert laut Phil Spencer jährlich mehr als eine Milliarde US-Dollar in den Xbox Game Pass. Die Summe fließt vor allem in Zahlungen an Drittanbieter, deren Spiele zum Start oder kurz nach der Veröffentlichung in das Abonnement aufgenommen werden. Grundlage ist ein Interview des damaligen Xbox-Chefs, über das PC Games in einer archivierten Fassung berichtet.
Zahlungen an Drittanbieter
Für Publisher ersetzt die Aufnahme in den Game Pass einen Teil der Erlöse, die sonst durch Einzelverkäufe entstehen könnten. Microsoft gleicht diesen Unterschied über individuelle Vereinbarungen aus. Die Kosten hängen deshalb vom Umfang des Spiels, vom Veröffentlichungszeitpunkt und von den erwarteten Verkäufen außerhalb des Abonnements ab.
Spencer stellte die Ausgaben nicht als einmalige Marketingaktion dar. Der Dienst war seit mehreren Jahren auf Xbox, PC und über Cloud Gaming verfügbar und erforderte fortlaufende Vereinbarungen mit externen Studios. Neben den Lizenzzahlungen entstehen weitere Kosten für Betrieb, technische Integration und die Bereitstellung über mehrere Geräte hinweg.
Nach Spencers Einschätzung lohnt sich der Xbox Game Pass für Microsoft trotz dieser Aufwendungen weiterhin. Bereits 2018 hatte er die langfristige Ausweitung des Dienstes auf unterschiedliche Geräte erläutert, wie der frühere Bericht zum Game Pass zeigt. Die aktuelle Aussage machte erstmals die Größenordnung der jährlichen Zahlungen an Drittanbieter öffentlich.
