Microsoft hat am 9. Januar 2019 angekündigt, das Abonnementmodell mit dem Treueprogramm Microsoft Rewards zu verzahnen. Abonnenten können dabei monatlich bis zu 2.100 Microsoft Rewards Punkte sammeln, wenn sie festgelegte Spielaufgaben innerhalb des Katalogs erfüllen. Die gesammelten Punkte lassen sich unter anderem auf die laufende Mitgliedschaft oder auf herunterladbare Zusatzinhalte anrechnen. Zum Start blieb das Angebot auf die Vereinigten Staaten begrenzt, weitere Rewards-Märkte sollten später folgen. Wer den Xbox Game Pass ohnehin aktiv nutzt, bekommt mit dem Modell also einen zusätzlichen Grund, dabeizubleiben.
Punktevergabe über Quests im Game-Pass-Katalog
Die Punkte gibt es über sogenannte Quests, also zeitlich befristete Aufgaben, die an konkrete Spielaktionen geknüpft sind. Für den ersten Quest-Zeitraum bis zum 3. Februar 2019 standen mehrere Aufgaben mit unterschiedlicher Gewichtung bereit. Dazu zählten die Quest Extraction Expert mit bis zu 200 Punkten in Tom Clancys The Division, Metro Redux mit bis zu 200 Punkten und Adventurer mit bis zu 200 Punkten in Strange Brigade. Achievement Hunter brachte bis zu 600 Punkte für freigeschaltete Erfolge in beliebigen Game-Pass-Titeln. Genre Explorer steuerte 300 Punkte für Erfolge in verschiedenen Genres bei, Play Something New 100 Punkte. Wer alle Quests abschloss, kassierte über Quest Master noch 500 Bonuspunkte obendrauf.
Neu war daran, dass sich Punkte erstmals über das gesamte Game-Pass-Angebot verdienen ließen und nicht mehr nur über einzelne, gesondert ausgewiesene Titel. Microsoft formulierte es so, dass sich Punkte beim Spielen der bevorzugten Titel ansammeln und danach für die Mitgliedschaft oder für DLC eingesetzt werden können. Weil die Punkte an Erfolge im Spiel hängen, ist die Vergabe an die tatsächliche Nutzung des Katalogs gebunden.
Was Microsoft sich von der Kopplung verspricht
Microsoft verknüpft mit dem Schritt zwei bereits bestehende Programme und schafft einen Anreiz, das Abonnement aktiv zu nutzen. Da sich Punkte auf die laufende Mitgliedschaft anrechnen lassen, entsteht ein Kreislauf, der die Verweildauer im Abo verlängern kann. Für Microsoft ist das ein Hebel zur Kundenbindung, der den Listenpreis unangetastet lässt und stattdessen über die Aktivität der Nutzer greift. Dass das Angebot zunächst nur in den Vereinigten Staaten verfügbar war, hängt schlicht an der regionalen Abdeckung von Microsoft Rewards, der Rollout läuft entsprechend Schritt für Schritt.