Unite Seoul 2026: Unity verbindet Vector-Werbung mit IAP-Direktvertrieb

Unity verbindet seine angekündigten Werbewerkzeuge für Unity Vector mit einem bereits verfügbaren Ausbau des Direktvertriebs. Im Rückblick auf die Unite Seoul 2026 stellt das Unternehmen KI-gestützte Werbemittelproduktion und Assistenten für Unity Ads vor. Unity IAP SDK 5.4 unterstützt dagegen schon den Verkauf über Web-Zahlungen und eigene Webshops. Der Grow-Newsletter vom 28. Juli fasst diese Ankündigungen der Konferenz zusammen.

In der Keynote vom 21. Juli erläuterten Sean Sheng, Senior Vice President of Applied Science, und Technical Product Manager Eli Bork die Vorhaben für Werbung und Käufe. Die ebenfalls vorgestellte Unity-7-Roadmap betrifft die Engine; die Grow-Werkzeuge richten sich an die Nutzergewinnung und Monetarisierung von Spielen.

Unity Vector: Werbemittel und Kampagnensteuerung

Für Unity Vector plant das Unternehmen eine zentrale Werbemittelbibliothek, KI-generierte Anzeigen, dynamische Optimierung und Auswertungen zur Leistung der Creatives. Unity Ads MCP soll Kampagnen, Budgets, Gebote und Werbemittel aus angebundenen KI-Werkzeugen per Spracheingabe steuerbar machen. Der Campaign Assistant soll Leistungsprobleme erkennen und Änderungen vorschlagen. Die Agentenfunktionen sind für später im Jahr 2026 angekündigt; konkrete Verfügbarkeitstermine nennt der Rückblick nicht.

Sean Sheng zeigt Kampagnenwerkzeuge für Unity Vector auf der Unite Seoul 2026 - Bild: Unity
Sean Sheng zeigt Kampagnenwerkzeuge für Unity Vector auf der Unite Seoul 2026 – Bild: Unity

Unity IAP 5.4 bringt Web-Zahlungen und Produktkataloge

Die im Juni erläuterten Direktvertriebsfunktionen von Unity IAP stehen mit der 5.4-Reihe zur Verfügung. Studios können einen Kauf im Spiel beginnen und über eine Web-Zahlung abwickeln oder einen eigenen Webshop mit einem kostenlosen No-Code-Werkzeug erstellen. Unity nennt Stripe und Coda als Zahlungsanbieter zum Start, Stash soll folgen. Ein gemeinsamer Katalog und zusammengeführte Auswertungen sollen Store-Käufe und Direktvertrieb verwalten.

Die Release Notes zu Version 5.4.0 vom 29. Juni dokumentieren dafür den Remote Catalog und eine Purchase Options UI zur Auswahl des Zahlungswegs. Diese neuen Funktionen benötigen das Paket com.unity.services.authentication ab Version 3.7.1. Über CatalogListing kann ein Produkt mehrere kaufbare Angebote abbilden; Produkte ohne explizite Listings erhalten zur Rückwärtskompatibilität einen Standardeintrag. Als Mindestversion des Editors nennt Unity 2022.3.

Seit dem Update 5.4.2 vom 24. Juli lassen sich außerdem eigene Referenz-IDs und Metadaten an Bestellungen über Zahlungsanbieter übergeben. Die Angaben werden in Bestellungen und Webhooks zurückgeliefert, damit Studios sie mit ihren eigenen Systemen abgleichen können.

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