Tencent hat am 7. Juli 2025 mit Hunyuan3D-PolyGen ein generatives 3D-Modell vorgestellt, das fertige Spiel-Assets mit sauberer Mesh-Topologie erzeugen soll. Der Konzern bezeichnet es als erstes Modell seiner Art, das eine automatische Retopologie beherrscht und KI-generierte Modelle damit direkt in professionelle Art-Pipelines einspeisbar macht.
Retopologie ist bislang weitgehend Handarbeit: dichte Scan- oder Sculpting-Meshes werden manuell auf spieltaugliche Polygonzahlen heruntergebrochen. PolyGen automatisiert diesen Schritt über ein autoregressives Verfahren, das die Geometrie Fläche für Fläche aufbaut. Eine hauseigene Kompressionstechnik namens BPT verarbeitet dabei große Mengen an 3D-Daten, ohne Details zu verlieren. Das Modell gibt sowohl Tri- als auch Quad-Meshes aus.
Was das für die Asset-Produktion bedeutet
Laut Tencent entstehen Assets mit zehntausenden Polygonen, die saubere Edge-Loops, einen geordneten Polygonfluss und eine von Beginn an animationsfähige Topologie aufweisen. Damit zielt das Modell auf Studios, die KI-Generierung in bestehende Produktionsketten einbinden wollen, statt jedes Mesh nachträglich von Hand zu bereinigen.
PolyGen gehört zur Hunyuan-3D-Familie, mit der Tencent KI-Werkzeuge für die Spieleentwicklung ausbaut. Im Gaming-Geschäft verbuchte der Konzern zuletzt deutliche Zuwächse und investiert parallel in generative Verfahren für die Content-Erstellung.