Die Blender Foundation veröffentlichte am 26. September 2012 den Open Movie Tears of Steel. Der Science-Fiction-Kurzfilm entstand im Mango-Projekt und wurde zusammen mit Downloadmöglichkeiten für Filmdateien, Bilder und weitere Produktionsdaten bereitgestellt.
Tears of Steel ist für die technische Seite der Produktion interessant, weil die Blender Foundation den Film nicht nur als fertiges Video behandelte. Das Projekt diente auch dazu, Abläufe für 3D-Animation, Compositing und visuelle Effekte mit Blender unter realen Produktionsbedingungen zu testen.
Offene Filmproduktion als Testfeld
Die Blender-Projekte des Instituts erzeugen neue Anforderungen an die 3D-Software. Die Foundation beschreibt Tears of Steel als Science-Fiction-Film von 2012 und führt ihn neben weiteren Open Movies als Teil dieser Entwicklungsgeschichte. Für Studios und Teams aus der Spieleproduktion ist daran vor allem der offene Produktionsansatz relevant: Werkzeuge, Testszenen und Arbeitsabläufe bleiben nachvollziehbar.
Auf der Mango-Projektseite lagen neben dem Film auch originale PNG-Dateien und die Audiodateien des Soundtracks. Die offizielle Filmfassung zeigt das Ergebnis, während die veröffentlichten Produktionsdaten einen Blick auf die technische Umsetzung ermöglichen.
Bezug zur Spieleentwicklung
Blender wird in der Spieleentwicklung für Modellierung, Animation, Texturen und Compositing eingesetzt. Ein Open Movie wie Tears of Steel ist kein Spiel, liefert aber ein öffentlich dokumentiertes Beispiel für eine pipeline-orientierte 3D-Produktion. Die dabei erprobten Verfahren lassen sich auf Assets, Zwischensequenzen und technische Tests in Spielprojekten übertragen.
