Take-Two: Strauss Zelnick weist Spekulationen über Netflix-Übernahme zurück

Take-Two-CEO Strauss Zelnick hat in einem CNBC-Interview zu Grand Theft Auto VI und Netflix Übernahmefantasien rund um den Publisher zurückgewiesen. Anlass ist die Vermarktung von GTA VI über ein Netflix-Special, das als Teil der größeren Kampagne rund um Rockstars nächstes Open-World-Spiel läuft.

Netflix als Marketingpartner, nicht als Käufer

Zelnick sprach von mehreren Vereinbarungen mit Netflix und beschrieb den Streaminganbieter als starken Partner für Reichweite und Distribution. Eine Übernahme durch Netflix sieht der Manager jedoch nicht als naheliegenden nächsten Schritt. Take-Two sei als eigenständiger börsennotierter Pure-Play-Anbieter im Games-Geschäft groß genug und wirtschaftlich robust genug, um unabhängig zu bleiben.

Für Netflix ist Gaming weiter ein strategisches Feld, bislang aber stärker über organischen Ausbau, Mobile-Angebote und Kooperationen als über Großakquisitionen. Für Take-Two hat die Zusammenarbeit vor allem Marketingwert: Das geplante GTA-VI-Special soll am 27. August 2026 zunächst bei Netflix laufen und später breiter über YouTube verfügbar werden.

GTA VI bleibt der zentrale Wachstumstreiber

Die Aussagen fallen in eine Phase, in der Take-Two fast jeden Kapitalmarkttermin mit Grand Theft Auto VI verknüpft. Das Spiel ist für Xbox Series X und S sowie PlayStation 5 angekündigt. Zelnick verwies im Interview auf eine außergewöhnlich starke Vorbestellreaktion, blieb aber bei konkreten Zahlen zurückhaltend. Für Investoren ist entscheidend, ob Rockstar den Marketingaufbau bis zum Release ohne erneute Verschiebung durchhalten kann. XboxDev hatte zuletzt über Take-Twos Wachstumserwartungen rund um GTA VI berichtet.

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