Rockstar: Streit über Steuerförderung und deren Verteilung

TaxWatch hat am 19. Januar 2020 Rockstars Anteil am britischen Steuerprogramm Video Games Tax Relief kritisiert. Nach der Auswertung der Organisation wurden im Geschäftsjahr 2018/19 Steuerentlastungen von 37,6 Millionen Pfund beantragt, rund 37 Prozent der insgesamt gemeldeten britischen Summe für diesen Zeitraum.

Die Organisation bezifferte Rockstars Summe seit Einführung des Programms auf 80 Millionen Pfund und forderte eine Reform der Verteilung. Die Angaben stammen aus ihrer Analyse, nicht aus einer eigenen Prüfung der Steuerunterlagen. TaxWatch hatte Rockstars Steuerpraxis bereits im Juli 2019 kritisiert.

Rockstar verweist auf Investitionen und Arbeitsplätze

In einer VG247 übermittelten Stellungnahme verteidigte Rockstar die Steuerförderung. Sie habe zusätzliche britische Investitionen und die Schaffung von deutlich mehr als 1.000 langfristigen Arbeitsplätzen ermöglicht. Das ist eine Unternehmensangabe zu bisherigen Wirkungen, keine Ankündigung von 1.000 neuen Stellen am Meldungstag.

TaxWatch vermutete einen Zusammenhang mit GTA VI. Ein Nachweis für das Projekt war das nicht: Am 20. Januar korrigierte die Organisation ihren Bericht, weil auch Red Dead Redemption 2 die relevante britische Kulturzertifizierung erhalten hatte.

Das Kurswidget zur Aktie von Rockstars Mutterkonzern Take-Two zeigt aktuelle Marktdaten, keinen historischen Kursstand vom Januar 2020. Das Titelbild ist ein Unternehmensmotiv von Take-Two.

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