Microsoft hat im am 29. Juli 2021 bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Form 10-K für das am 30. Juni 2021 beendete Geschäftsjahr einen Anstieg des Gaming-Umsatzes um 3,8 Milliarden US-Dollar oder 33 Prozent ausgewiesen. Getragen wurde das Wachstum laut Geschäftsbericht von Xbox Content and Services sowie von Xbox-Hardware. Das Gaming-Geschäft ist Teil des Segments More Personal Computing, in dem Microsoft Windows, Devices, Suche und Gaming zusammenfasst.
Xbox-Hardware profitiert vom Series-X|S-Start
Den stärksten relativen Zuwachs verzeichnete die Hardware. Der Umsatz mit Xbox-Konsolen stieg im Geschäftsjahr um 92 Prozent. Als Ursache nennt der Bericht den höheren Preis der verkauften Konsolen infolge der Markteinführung von Xbox Series X und Series S. Die beiden Konsolen waren im November 2020 und damit im zweiten Quartal des Geschäftsjahres erschienen, sodass sich der Start erstmals über mehrere Berichtsquartale in den Jahreszahlen niederschlug. Der Effekt beruht damit ausdrücklich auf dem Mix und Preis der neuen Gerätegeneration, nicht allein auf gestiegenen Stückzahlen. Wie sich diese Generation über die Jahre verkaufte, zeigt der Blick auf die Series-X|S-Verkaufszahlen samt Profitabilität.
Content and Services bleibt größter Posten
Den absolut größten Beitrag zum Gaming-Wachstum lieferte weiterhin das wiederkehrende Geschäft. Xbox Content and Services legte um 2,3 Milliarden US-Dollar oder 23 Prozent zu. Microsoft führt diesen Anstieg auf das Wachstum bei Drittanbieter-Titeln, bei Abonnements von Xbox Game Pass sowie bei First-Party-Titeln zurück. Auf Segmentebene meldete More Personal Computing einen Anstieg des operativen Ergebnisses um 3,5 Milliarden US-Dollar oder 22 Prozent, wobei der Bruttogewinn um 2,8 Milliarden US-Dollar oder 10 Prozent stieg, getragen unter anderem von Windows und Gaming. Damit zeigt der Geschäftsbericht ein zweigeteiltes Bild. Die Hardware liefert den prozentual höchsten Sprung durch den Konsolenstart, während Content and Services den größeren absoluten Umsatzbeitrag stellt. Wie schnell sich dieses Verhältnis später drehen kann, machten die jüngeren Quartalszahlen mit sinkendem Hardwareumsatz deutlich.