Bodycam: Realismus-Shooter macht jetzt auch den Stress im Gefecht sichtbar

Bodycam setzt seinen Realismus-Look inzwischen auch bei den Bewegungen der Spielfiguren fort. Mit „Locked & Loaded“ reagieren Hände und Waffen auf die Intensität des Gefechts, Nachladebewegungen werden unter Druck hektischer. Das kostenlose Update 0.8 ist seit dem 2. September für Besitzer der PC-Version verfügbar und bringt außerdem Drohnen, ein neues Ausrüstungssystem und das Schlachtfeld Trenches.

Schon die offiziellen Screenshots erinnern mit verzerrten Bildrändern, überstrahltem Himmel und unscharfem Vordergrund an Aufnahmen einer Körperkamera. Der Effekt entsteht nicht allein durch detaillierte Waffen und Landschaften. Auch die bewusst unperfekte Kameradarstellung trägt zu diesem Eindruck bei. Bei den neuen Animationen verfolgt Reissad Studio einen ähnlichen Ansatz: Nicht jeder Handgriff soll wie ein sauber wiederholter Ablauf aussehen.

Unter Beschuss verändern sich die Handgriffe

Das im August vorgestellte Animationssystem steckt nun im veröffentlichten Update. Reissad kombiniert unterschiedliche Nachladevarianten mit einer dynamischen Positionierung der Waffe. Hände greifen um, passen sich den montierten Aufsätzen an und reagieren auf die Kampfsituation. Dazu kommen Bewegungen für Magazinkontrollen, Waffeninspektionen und den Einsatz von Ausrüstung.

Im ersten Devlog zu Animationen und Ausrüstung erläutert das Team, wie diese Veränderungen zusammenhängen. Der technische Aufwand dient einem sichtbaren Ziel: Auch beim wiederholten Nachladen sollen die Bewegungen weniger gleichförmig wirken. Ein zusätzliches Stolpersystem verändert die körperlichen Reaktionen auf Zusammenstöße; laut Reissad benötigt es noch weitere Feinarbeit.

Schüsse hallen durch Räume und Treppenhäuser

Der Ton wurde ebenfalls umfassend überarbeitet. Das neue System „Organic Reverb“ analysiert die Umgebung in Echtzeit, um den Nachhall daran anzupassen. Schall und Druckwellen berücksichtigen Korridore, Treppenhäuser und Öffnungen. Schritte sollen besser erkennen lassen, ob sich jemand über oder unter euch bewegt. Neue Waffenaufnahmen und Geräusche für vorbeifliegende Geschosse ergänzen die Überarbeitung, die Reissad im zweiten Devlog näher zeigt.

Rund 400 Aufsätze, Drohnen und die neue Karte Trenches

Das neue Ausrüstungssystem umfasst Primär- und Sekundärwaffen, Nahkampfwaffen, Sprengmittel und Gadgets. Über alle Waffen und Kategorien verteilt nennt Reissad rund 400 Aufsätze. Je nach Bauteil ändern sich unter anderem Rückstoß, Magazininhalt oder die Geschwindigkeit beim Zielen und Nachladen. Messer lassen sich jetzt auch werfen. FPV-Drohnen und ferngesteuerte Fahrzeuge eröffnen zusätzliche Möglichkeiten zur Aufklärung.

Trenches verbindet enge, teils überflutete Gräben und unterirdische Tunnel mit offenen Flächen für Gefechte auf größere Entfernung. Wälder, Ruinen und eine Kirche gehören zu den Schauplätzen. Zwischen den Partien ersetzt ein begehbarer Treffpunkt das klassische Hauptmenü. Dort könnt ihr Waffen und Aufsätze am Schießstand ausprobieren; viele Menüs sind über ein Tablet in der Spielwelt erreichbar.

Zombie-Modus pausiert, gemeinsames Matchmaking fehlt noch

Der große Umbau ist noch nicht an allen Stellen abgeschlossen. Der Zombie-Modus wurde vorübergehend deaktiviert, ein neues Party-System für gemeinsames Matchmaking befindet sich in Entwicklung. Freunde können sich bis dahin über die Lobby zu einer benutzerdefinierten Partie einladen.

Mit den ersten Nachbesserungen entfernte Reissad bereits eine Kamera-Korrekturanimation, die die Sicht zu stark verdecken konnte. Optionen für Filmkorn und DLSS Multi Frame Generation kamen ebenfalls hinzu. Bodycam ist weiterhin im Early Access auf Steam erhältlich.

Titelbild: Reissad Studio

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