Start Finanzen Microsoft FY2019 10-K: Gaming-Umsatz wächst zehn Prozent trotz rückläufiger Xbox-Hardware

Microsoft FY2019 10-K: Gaming-Umsatz wächst zehn Prozent trotz rückläufiger Xbox-Hardware

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Microsoft FY2019 10-K: Gaming-Umsatz wächst zehn Prozent trotz rückläufiger Xbox-Hardware
Microsoft FY2019 10-K: Gaming-Umsatz wächst zehn Prozent trotz rückläufiger Xbox-Hardware - Bild: Microsoft

Microsoft hat im Geschäftsjahr 2019 mit dem Gaming-Segment ein Umsatzplus von rund einer Milliarde US-Dollar beziehungsweise zehn Prozent erzielt, getragen von einem Wachstum bei Xbox-Software und -Diensten von 19 Prozent. Das geht aus dem am 1. August 2019 bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Form 10-K für das am 30. Juni 2019 endende Geschäftsjahr hervor. Der Zuwachs bei Software und Diensten ergab sich laut Bericht in erster Linie aus der Stärke von Drittanbietertiteln sowie aus dem Wachstum bei Abonnements. Gegenläufig wirkte ein Rückgang der Xbox-Hardware-Umsätze von 13 Prozent, den Microsoft auf ein geringeres Absatzvolumen verkaufter Konsolen zurückführt.

Verschiebung von Hardware zu Software und Diensten

Die Segmentdaten dokumentieren eine strukturelle Verschiebung innerhalb des Gaming-Geschäfts. Während der Hardware-Umsatz aufgrund des geringeren Konsolenabsatzes um 13 Prozent nachgab, legten die Erlöse aus Xbox-Software und -Diensten um 19 Prozent zu. Dieser Bereich umfasst nach Microsoft-Definition Xbox-Live-Transaktionen, Abonnements, Cloud-Dienste und Werbung, hinzu kommen Videospiele sowie Lizenzeinnahmen aus Videospielen von Drittanbietern. Die Gewichtung verlagert sich damit weg vom margenschwächeren Konsolenverkauf hin zu wiederkehrenden und inhaltsbezogenen Erlösen. Als Treiber des Wachstums bei Software und Diensten benennt Microsoft die Stärke von Drittanbietertiteln und das Abonnementgeschäft, zu dem auch Xbox Game Pass zählt.

Im Vorjahresvergleich schwächte sich das Wachstumstempo bei Software und Diensten leicht ab. Für das Geschäftsjahr 2018 gegenüber 2017 hatte Microsoft beim Gaming-Umsatz noch ein Plus von 1,3 Milliarden US-Dollar oder 14 Prozent ausgewiesen, getragen von einem Software- und Dienste-Wachstum von 20 Prozent. Im Geschäftsjahr 2019 verlangsamte sich der Zuwachs bei Software und Diensten auf 19 Prozent, zugleich kehrte sich die Hardware-Entwicklung ins Negative. Die Spreizung zwischen sinkendem Hardware-Absatz und steigenden Dienste-Erlösen fällt damit deutlicher aus als im Vorjahr. Eben dieses Muster prägt die Sparte bis heute, wie sich an der jüngeren Entwicklung rund um den deutlich gesunkenen Xbox-Hardwareumsatz ablesen lässt.

Gaming als Wachstumsbeitrag im Segment More Personal Computing

Das Gaming-Geschäft ist Teil des Berichtssegments More Personal Computing, dessen Umsatz im Geschäftsjahr 2019 um 3,4 Milliarden US-Dollar oder acht Prozent auf 45.698 Millionen US-Dollar stieg. Microsoft nennt als Treiber dieses Anstiegs höhere Erlöse aus Gaming, Windows, Suchanzeigen und Surface, teilweise gemindert durch rückläufige Phone-Umsätze. Der Konzernumsatz insgesamt erhöhte sich im selben Zeitraum um 14 Prozent auf 125.843 Millionen US-Dollar. Das operative Ergebnis des Segments More Personal Computing legte um 21 Prozent auf 12.820 Millionen US-Dollar zu.

Damit zählt das Gaming-Geschäft zu mehreren Wachstumsbeiträgen innerhalb von More Personal Computing, steckt durch die Hardware-Entwicklung aber in einer Übergangsphase. Die im 10-K dokumentierte Datenlage zeigt, dass Microsoft zum Ende des Geschäftsjahres 2019, also vor dem Marktstart der nächsten Konsolengeneration, das wiederkehrende Erlösgeschäft rund um Abonnements und Inhalte als zunehmend tragende Säule des Segments ausweist, während der klassische Konsolenverkauf an Volumen verliert. Wie Microsoft diese Gewichtung zwischen rückläufiger Hardware und einer dienstegetriebenen Plattform-Strategie austariert, beschäftigt den Konzern auch in den Jahren danach, wie unsere Analyse zu Xbox zwischen Konsolenrückgang und Plattform-Strategie zeigt.

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