Microsoft hat am 28. Januar 2016 die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2016 veröffentlicht. Der Konzernumsatz lag bei 23,8 Milliarden US-Dollar nach GAAP. Im Geschäftsbereich More Personal Computing sank der Umsatz um fünf Prozent auf 12,7 Milliarden US-Dollar, während Microsoft bei Xbox Live und Surface Zuwächse meldete.
Xbox Live erreichte im Quartal 48 Millionen monatlich aktive Nutzer. Das entspricht einem Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Microsoft nannte die Xbox neben Surface als einen Schwerpunkt des Weihnachtsgeschäfts. Im Quartalsbericht zum vorherigen Geschäftsjahr hatte das Unternehmen noch 39 Millionen monatlich aktive Xbox-Live-Nutzer ausgewiesen, wie der frühere Bericht zeigt.
Surface wächst trotz schwächerem Windows-OEM-Geschäft
Der Surface-Umsatz stieg währungsbereinigt um 29 Prozent. Microsoft führte das Wachstum auf die Einführung des Surface Pro 4 und des Surface Book zurück. Der Umsatz mit Windows-OEM-Lizenzen ging dagegen währungsbereinigt um fünf Prozent zurück. Microsoft verwies auf den PC-Markt und eine veränderte Geräteverteilung, sah das eigene OEM-Geschäft aber besser als den Gesamtmarkt.
Im Phone-Geschäft setzte sich der Rückgang fort. Der Umsatz sank währungsbereinigt um 49 Prozent, was Microsoft mit der im Juli 2015 angekündigten Neuausrichtung begründete. Azure wuchs währungsbereinigt um 140 Prozent, die Einnahmen aus Azure-Premiumdiensten verdreifachten sich nahezu. Der Bereich More Personal Computing blieb damit ein gemischtes Geschäftsfeld zwischen Gaming, Geräten, Windows und Suche.
Windows 10 und Halo 5 beeinflussen die Umsatzverbuchung
Im zugehörigen Quartalsbericht erläuterte Microsoft außerdem die Umsatzabgrenzung für gebündelte Angebote. Für das zweite Quartal wurden netto rund 1,9 Milliarden US-Dollar vor allem wegen Windows 10 zunächst zurückgestellt. Hinzu kamen 191 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit Halo 5. Diese Beträge beschreiben die zeitliche Umsatzverbuchung und sind keine zusätzlichen Umsatzzahlen für Xbox Live.
