Microsoft veröffentlichte am 23. April 2015 die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2015. Der Umsatz für das Quartal bis zum 31. März stieg im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 21,7 Milliarden US-Dollar. Der operative Gewinn lag bei 6,6 Milliarden US-Dollar, der verwässerte Gewinn je Aktie bei 0,61 US-Dollar.
Microsoft nannte Integrations- und Restrukturierungskosten von 190 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit der Nokia-Übernahme und dem laufenden Umbau. Die starke Aufwertung des US-Dollars belastete die ausgewiesenen Werte zusätzlich.
Xbox Live wächst bei Nutzung und Engagement
Bei den Geräten und Verbraucherdiensten hob Microsoft die Xbox-Live-Nutzung hervor. Sie stieg um mehr als 30 Prozent, getragen von mehr aktiven Nutzern und stärkerem Engagement. Konkrete Verkaufszahlen für die Xbox One nannte der Quartalsbericht an dieser Stelle nicht.
Surface setzte 713 Millionen US-Dollar um, 44 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Smartphone-Geschäft mit Lumia und anderen Geräten steuerte 1,4 Milliarden US-Dollar zum Quartal bei, insgesamt wurden 8,6 Millionen Lumia-Geräte verkauft.
Cloud-Geschäft und Windows 10 im Übergang
Das kommerzielle Cloud-Geschäft wuchs um 106 Prozent und erreichte laut Microsoft eine annualisierte Umsatzrate von 6,3 Milliarden US-Dollar. Dazu zählten Azure, Office 365 und Dynamics CRM Online. Gleichzeitig sanken die Erlöse aus Windows-OEM-Lizenzen, während Microsoft den kostenlosen Wechsel auf Windows 10 vorbereitete.
Für die Microsoft-Bilanz des vorherigen Geschäftsjahres ist der Bericht ein weiterer historischer Vergleichspunkt. Die Quartalszahlen zeigen, wie Microsoft 2015 Cloud-Dienste, Windows, Hardware und Xbox Live in einem gemeinsamen Geschäftsmodell führte.
