Linus Torvalds veröffentlichte am 24. Januar 2016 den ersten Veröffentlichungskandidaten von Linux 4.5. Die Vorabversion brachte unter anderem Änderungen am zusammengeführten AMDGPU-Treiber für Radeon-Grafikkarten.
AMDGPU erhielt Unterstützung für PowerPlay. Die Funktion steuert Leistungszustände und Energieverbrauch der GPU und war für neuere Radeon-Chips ein wichtiger Teil der Treiberarbeit. Die Entwicklung knüpfte an die Radeon-Hardware der R300-Generation an, die bereits im Vorjahr für PC-Spieler vorgestellt worden war.
Treiberentwicklung vor dem finalen Release
Der Linux-Kernel 4.5 befand sich mit RC1 noch in der Testphase. Neben der Grafiktreiberarbeit zielten Änderungen auf einen saubereren Umgang mit wechselnden Netzwerkverbindungen und auf zusätzliche 3D-Funktionen des Raspberry Pi. Für Entwickler und technisch versierte PC-Spieler war die Vorabversion damit vor allem ein Hinweis auf die Richtung der kommenden Treiberversion.
Die finale Ausgabe von Linux 4.5 wurde für März 2016 erwartet. Bis dahin konnten weitere Änderungen am AMDGPU-Treiber folgen. Das Kernel-Tag dokumentiert den damaligen Entwicklungsstand und trennt ihn von späteren stabilen Versionen.
