IOC: Bach nennt Grenzen für E-Sport bei Olympia

IOC-Präsident Thomas Bach hat am 1. September 2018 Spiele, die Gewalt oder Diskriminierung fördern, als unvereinbar mit den olympischen Werten bezeichnet. Das sagte er Stephen Wade von Associated Press bei den Asian Games in Jakarta. Die lizenzierte Interviewfassung ist bei KSL abrufbar.

Ob und wann E-Sport ins olympische Programm aufgenommen werden könnte, ließ Bach offen. Er unterschied zwischen realen Kampfsportarten als regelgebundenem sportlichem Wettkampf und Spielen, in denen es um das Töten anderer gehe. Das ist seine damalige Position zur Auswahl möglicher Disziplinen, kein veröffentlichter Beschluss über eine konkrete Liste zugelassener Spiele.

Dialog mit der Branche ersetzt keine Aufnahmeentscheidung

Bereits im Juli 2018 hatte das IOC in Lausanne ein E-Sport-Forum veranstaltet. Ein offizielles Video von IOC Media zeigt das damalige Forum. Es dokumentiert den Austausch vor Bachs September-Interview und enthält nicht dessen hier behandelte AP-Aussagen. Auch das Beitragsbild stammt aus diesem älteren Forumsmaterial.

Olympische Anerkennung und bereits bestehende E-Sport-Turniere sind getrennte Fragen. Kurz zuvor hatte OG The International 2018 in Dota 2 gewonnen. Für Publisher und Veranstalter besteht ein Unterschied zwischen eigenen Wettbewerben mit eigener Finanzierung und einer Aufnahme ins Programm einer anderen Sportorganisation. Bachs Aussagen dokumentieren den Stand der olympischen Diskussion im September 2018, nicht heutige Zulassungsregeln.

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