Das Düsseldorfer Holocafé nahm im November 2016 als Pop-up-Store in den Düsseldorf Arcaden den Betrieb auf. Ein am 28. November 2016 veröffentlichter Bericht zum Holocafé beschreibt das Konzept als Virtual-Reality-Spielhalle mit eigenen Multiplayer-Spielen.
Das Angebot war auf kurze Sessions ausgelegt. Eine 20-Minuten-Session mit einem HTC-Vive-Headset kostete zwölf Euro. In zwei Spielfeldern mit jeweils bis zu 25 Quadratmetern konnten bis zu vier Personen gemeinsam spielen, während weitere Besucher das Geschehen aus einer Lounge beobachten konnten. Die offizielle Holocafé-Seite aus dem November 2016 führte das Pop-up-Konzept und die damaligen Spiele ebenfalls auf.
Eigene Multiplayer-Spiele mit Unity und Photon
Hinter dem Angebot standen Sebastian Kreutz, Jessica Karger und Oliver Eberlei. Das Team entwickelte die Spiele selbst, darunter Holo Arena und Chaotic Commando. Die Titel waren für schnelle, kooperative Runden gedacht und sollten sich an die jeweilige Gruppe im Spielfeld anpassen. Für die technische Umsetzung nutzte das Team Unity und Photon. Ein offizielles Video zum VR-Angebot zeigt den damaligen Ansatz für gemeinsame Erlebnisse im Raum.
Zur Ausstattung gehörten acht Rechner mit Intel Core i7 6700K und GeForce GTX 1080. Für die Positionsbestimmung setzte das Holocafé auf die Lighthouse-Technik der HTC Vive. Der Entwickler Oliver Eberlei verwies auf die notwendige Bildrate von 90 Bildern pro Sekunde, damit die VR-Anwendung ohne störende Nebenwirkungen läuft. Die Hardware stellte der damalige Geschäftspartner Media Markt bereit.
Das Modell verband Eintrittspreise mit selbst entwickelten Inhalten und richtete sich ausdrücklich an Gruppen. Beim Auftritt auf der gamescom 2016 erhielt Holo Arena laut dem Bericht eine USK-Freigabe ab sechs Jahren. Die Gründer wollten damit einen niedrigschwelligen Zugang schaffen, bei dem Besucher ohne lange Einarbeitung gemeinsam spielen konnten. Das Düsseldorfer Pop-up war zunächst nur für kurze Zeit geplant, zeigte aber früh, wie VR-Spiele als lokales Mehrspielerangebot mit eigener Software betrieben werden konnten.
