gamescom 2026: xTool zeigt X1 und verbindet Gaming mit digitaler Fertigung

xTool zeigte auf der gamescom 2026 den neuen X1 und verband dabei digitale Gestaltung, Laserbearbeitung und personalisierte Gaming-Motive. Die Demonstration machte sichtbar, wie aus einem digitalen Motiv innerhalb eines kurzen Produktionsablaufs ein physisches Produkt entstehen kann.

xTool X1 am gamescom-Stand
xTool X1 am gamescom-Stand – Bild: XboxDev / eigene Aufnahme

Der Ablauf begann mit einem QR-Code. Das Motiv wurde damit an die Maschine übertragen und anschließend direkt vor Ort produziert. Die Demo blieb damit nicht bei einer Produktpräsentation stehen, sondern zeigte einen konkreten Weg von der digitalen Vorlage zum fertigen Objekt. Der Druck und der anschließende Transfer auf das Shirt waren dabei als praktischer Anwendungsfall zu sehen. Welche Materialien und Profile im Hintergrund verwendet wurden, wird in diesem Beitrag nicht über die sichtbaren Angaben hinaus ergänzt.

Vom QR-Code auf das Shirt

Für das Beispiel diente das Husky-Logo unseres Chefredakteurs. Nach dem Druck wurde das Motiv mit einer Heizpresse auf ein Shirt übertragen. Die Presse war im Hintergrund der Vorführung zu sehen. Dadurch ließ sich der komplette Ablauf nachvollziehen: Motiv auswählen, an die Maschine schicken, produzieren und anschließend als tragbares Textil umsetzen. Laut der Presseinformation von xTool vom 28. August 2026 ist der X1 als All-in-One-Laserplattform ausgelegt. Genannt werden High-Speed-Gravur, großformatiges Laserschneiden und eine erweiterbare Multi-Laser-Technologie. Für die technische Plattform nennt xTool einen 55-W-CO₂-Laserkopf und einen Galvo-Kopf mit integriertem 20-W-Diodenlaser. Das Flying-Galvo-System soll bis zu 6.000 Millimeter pro Sekunde erreichen. Über Laser Swap sind laut Hersteller zusätzlich ein 30-W-Faserlaser, ein 60-W-MOPA-Laser und ein 5-W-UV-Laser vorgesehen. Die Reservierungsphase soll Ende September beginnen, der Verkaufsstart in Deutschland ist für Ende Oktober geplant.

xTool X1 mit Laserbearbeitung am gamescom-Stand
xTool X1 mit Laserbearbeitung am gamescom-Stand – Bild: XboxDev / eigene Aufnahme
Husky-Logo des Chefredakteurs auf einem per xTool bedruckten Shirt
Husky-Logo des Chefredakteurs auf einem per xTool bedruckten Shirt – Bild: XboxDev / eigene Aufnahme

Gerade für Spiele und Community-Projekte ist dieser Ablauf interessant, weil digitale Gestaltung dadurch schneller mit physischen Ergebnissen verbunden werden kann. Denkbar sind etwa kleine Serien für Events, Requisiten, individuelle Teamkleidung, Beschilderungen oder Prototypen für einen Messestand. Für Studios und Creator kann die Möglichkeit relevant sein, Motive selbst in Kleinserie umzusetzen, ohne jeden Produktionsschritt an einen externen Dienstleister geben zu müssen.

Gaming, Maker-Workflows und Laserbearbeitung

xTool positionierte den Auftritt nicht isoliert als klassische Laser-Demo. Die gezeigte Kombination aus digitalem Motiv, Produktion, Laserbearbeitung und Textiltransfer verbindet mehrere Werkzeuge, die in Gaming- und Entwicklerumgebungen bereits getrennt vorkommen. Ein digitales Motiv kann als Objekt, als dekoratives Element oder als Teil eines physischen Community-Produkts weiterverarbeitet werden. Die konkrete Qualität hängt dabei weiterhin von Vorlage, Material, Nachbearbeitung und Sicherheitsvorgaben ab.

xTool: gamescom-Motiv als bearbeitetes Kunstwerk
xTool: gamescom-Motiv als bearbeitetes Kunstwerk – Bild: XboxDev / eigene Aufnahme

Der Ansatz knüpft an die wachsende Verbindung von digitalem Design, Cosplay, Modding und physischer Produktion an. Ein früherer gamescom-Bericht zu 3Dmensionals zeigte bereits, wie digitale Assets für reale 3D-Druckprozesse genutzt werden. xTool erweitert diesen Blick vor Ort um einen Workflow, der zusätzlich Laserbearbeitung und Textiltransfer einbezieht.

Die Vorführung des X1 blieb damit vor allem wegen des kurzen Wegs zwischen digitalem Motiv und fertigem Ergebnis im Gedächtnis. Für Gaming-Projekte entsteht daraus kein automatischer Ersatz für Gestaltung oder Produktion, aber ein zugänglicher Werkzeugkasten für personalisierte Objekte, kleine Auflagen und schnelle Prototypen.

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