Die Opening Night Live der gamescom 2026 wird für Publisher und Plattformhalter erneut als Premium-Fläche vermarktet. Die offizielle Ausstellerseite zur Opening Night Live nennt den 25. August 2026 als Termin und beschreibt die Show als Präsenzveranstaltung in Köln mit weltweitem Online-Stream. Für Marketingbudgets ist vor allem relevant, dass die Werbeplätze im Sponsoring-Material gegenüber der Vorjahresliste auf breiter Front teurer geworden sind.
Preisstufen steigen nahezu durchgehend um rund zehn Prozent
Die Standardplätze in der Hauptshow reichen 2026 von 155.000 Euro für 30 Sekunden bis 510.000 Euro für 180 Sekunden. Im Vergleich zur Vorjahresliste liegen die Aufschläge je nach Laufzeit zwischen 9,7 und 11,1 Prozent. Damit bleibt die Preislogik eng an der Laufzeit ausgerichtet, während die einzelnen Stufen einheitlich nach oben gesetzt wurden.
| Laufzeit | Preis 2026 | Preis 2025 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| 30 Sekunden | 155.000 Euro | 140.000 Euro | 10,7 Prozent |
| 60 Sekunden | 225.000 Euro | 205.000 Euro | 9,8 Prozent |
| 90 Sekunden | 300.000 Euro | 270.000 Euro | 11,1 Prozent |
| 120 Sekunden | 370.000 Euro | 335.000 Euro | 10,4 Prozent |
| 150 Sekunden | 440.000 Euro | 400.000 Euro | 10,0 Prozent |
| 180 Sekunden | 510.000 Euro | 465.000 Euro | 9,7 Prozent |
Pre-Show und Deep Dive erweitern das Angebot
Neben den klassischen Spotlängen tauchen im aktuellen Material zwei zusätzliche Buchungsoptionen auf. Ein dreiminütiger Platz in der Pre-Show wird mit 210.000 Euro angesetzt. Der neue Baustein ONL Deep Dive kostet 500.000 Euro und zielt auf eine längere Produktpräsentation im Umfeld der Live-Show. Für Studios mit erklärungsbedürftigen Spielen kann das attraktiver sein als ein kurzer Trailerplatz, weil Gameplay, Features und Veröffentlichungsfenster ausführlicher gezeigt werden können.
Advertising-Flächen gehen über die Bühne hinaus
Die Opening Night Live ist nur ein Teil des Vermarktungspakets rund um die Messe. Die gamescom führt für Aussteller zusätzlich digitale und analoge Advertising-Flächen auf, darunter Screen-Platzierungen auf dem Gelände, Website-Module, Banner-Formate und Sonderflächen. Die separate Übersicht zu digitalen Werbeflächen zeigt, dass die Messe Reichweite nicht nur während der Bühnenshow verkauft, sondern über Website, Streaming, Social Media und Vor-Ort-Navigation verlängert.
Für Publisher verschiebt sich damit die Kalkulation: Ein ONL-Slot konkurriert nicht nur mit klassischer Messepräsenz, sondern mit Trailerkampagnen, Influencer-Aktivierungen und digitalen Messeformaten. Die höheren Preise sprechen dafür, dass Koelnmesse und game die Show weiterhin als internationale Marketingfläche für große Ankündigungen positionieren. Für kleinere Studios bleibt die Frage, ob Sichtbarkeit in Formaten wie gamescom now, gamescom epix oder regulären Ausstellerflächen wirtschaftlich sinnvoller ist als ein kurzer Platz im Hauptprogramm.
