Epic Games Store: Entwickler sollen über den Umsatzanteil hinaus profitieren

Der neue Epic Games Store will Entwickler nicht nur mit einem höheren Umsatzanteil gewinnen. Eine Analyse von GamesIndustry.biz beschreibt die Plattform als Versuch, Indie- und Mid-Market-Studios mit einer anderen Store- und Community-Struktur anzusprechen.

Epic hatte zum Start einen Umsatzanteil von 88 Prozent für Entwickler angekündigt. Der Umsatzanteil liegt damit über den damals üblichen 70 Prozent anderer PC-Stores. Laut der Analyse ist der finanzielle Unterschied jedoch nur ein Teil des Wettbewerbs mit Steam.

Store-Struktur als Argument für kleinere Studios

Epic stellte zum Start auch eine andere Behandlung von Store-Seiten, Community-Funktionen, Nachrichten und der Pflege von Inhalten in Aussicht. Die Analyse wertet diese Punkte als Versuch, langjährige Kritik kleinerer Entwickler an Steam aufzunehmen. Besonders Indie- und Mid-Market-Studios seien auf Reichweite angewiesen, hätten aber weniger Möglichkeiten, einen eigenen Vertriebskanal aufzubauen.

Steam hatte sich über Jahre von einem Vertriebsdienst zu einer Plattform mit Foren, Nutzerbewertungen, Empfehlungsalgorithmen und weiteren Community-Funktionen entwickelt. GamesIndustry.biz verweist auf Probleme durch Trolling, Brigading und koordinierte Kampagnen gegen Entwickler. Epic könne bei einem Neustart Regeln und Moderation von Beginn an anders gestalten.

Wettbewerb um den PC-Vertrieb

Für Epic bleibt der Aufbau einer Nutzerbasis die zentrale Aufgabe. Fortnite liefert zwar eine große Ausgangsreichweite, der Store musste aber erst ein eigenes Angebot und Vertrauen bei Studios aufbauen. Die Analyse sieht deshalb nicht nur einen Wettbewerb um Prozentpunkte, sondern auch um die Bedingungen, unter denen Entwickler ihre Spiele veröffentlichen und mit ihrer Community arbeiten.

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