Ceconomy prüfte im August 2020 eine konzernweit einheitliche Organisationsstruktur für MediaMarktSaturn. Nach Angaben des Unternehmens konnten dadurch in den folgenden 24 bis 36 Monaten bis zu 3.500 Vollzeitstellen entfallen, vor allem im europäischen Ausland. Die Dokumentenübersicht von Ceconomy führt die damaligen Unternehmensunterlagen aus dem Jahr 2020 auf.
Das geplante Operating Model sollte Führungsstrukturen und Verwaltungsprozesse über die Länder hinweg vereinheitlichen. Ceconomy erwartete dadurch nachhaltige Einsparungen von etwas mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr. Für die Umsetzung veranschlagte der Konzern zunächst Kosten von rund 180 Millionen Euro.
Filialnetz und Arbeitsplätze im Blick
Parallel prüfte MediaMarktSaturn das europäische Filialportfolio. Zu den bereits beschlossenen Schließungen defizitärer Märkte konnten weitere Standorte hinzukommen. Als einen Grund nannte Ceconomy rückläufige Kundenfrequenzen infolge der COVID-19-Pandemie. Die geplante Struktur sollte Verwaltungsaufgaben reduzieren und den Beschäftigten in den Märkten mehr Zeit für das Kundenerlebnis geben.
Die konkreten Auswirkungen waren zum Zeitpunkt der Mitteilung noch nicht vollständig entschieden. MediaMarkt und Saturn waren auf XboxDev bereits zuvor im Zusammenhang mit Gaming-Angeboten vertreten. Der historische Bericht ordnet die geplante Neuorganisation in die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie für den Elektronikhandel ein.