Capcom ordnet sein internationales Esports- und Lizenzgeschäft neu. Am 1. Mai 2019 kündigte das Unternehmen die Gründung von Capcom Media Ventures an. Die Geschäftseinheit ist bereits am 1. März gestartet und sitzt in Los Angeles.
Capcom Media Ventures soll die globalen Esports-Projekte außerhalb Japans steuern. Dazu gehören die Capcom Pro Tour und die Street Fighter League. Als Geschäftsführerin wurde Capcom Corporate Officer Midori Yuasa eingesetzt. Die neue Struktur bündelt damit Turnierserien, Produktionsaufgaben und die Zusammenarbeit mit Partnern in einem internationalen Markt.
Los Angeles als Standort für Esports und Medienproduktionen
Los Angeles verbindet eine etablierte Produktionslandschaft mit einer großen Fighting-Game-Community. Yuasa verwies laut dem Bericht auf die Nähe zu Produktionsdienstleistern, Szenevertretern und Partnern aus Hollywood. Für die neue Einheit ist der Standort deshalb nicht nur eine regionale Niederlassung, sondern auch eine Basis für internationale Produktionen und Lizenzvereinbarungen.
Neben Esports übernimmt Capcom Media Ventures die Produktion und Lizenzierung von Unterhaltungsformaten rund um die Marken des Publishers. Genannt wurden Filme, Serien und Streaming-Programme. Als erstes Projekt wurde das animierte Special Monster Hunter: Legends of the Guild aufgeführt. Die Produktion sollte die Marke außerhalb des klassischen Spielemarkts sichtbar machen.
Die Neuordnung erweitert damit die Aufgaben, die Capcom in einer gemeinsamen Einheit zusammenführt. Wettbewerbe, Medienproduktionen und Lizenzgeschäfte werden organisatorisch enger verbunden, bleiben aber unterschiedliche Geschäftsfelder. Für die Turnierserien bedeutet das eine zentrale Zuständigkeit außerhalb Japans, während die Medienseite zusätzliche Partner für Film, Fernsehen und Streaming ansprechen kann.
