Blender 2.81: Voraussetzungen und Grenzen des GPU-Renderings

Blender 2.81 bietet für Cycles mehrere GPU-Renderpfade. Die Versionsseite beschreibt OptiX als experimentelle RTX-Unterstützung. Für Renderaufträge zählt deshalb nicht nur die Grafikkarte: Der gewählte Pfad muss auch die Funktionen der Szene unterstützen.

Das versionsgebundene Handbuch für GPU-Rendering nennt unterschiedliche Hardware- und Betriebssystemvoraussetzungen. Die folgende Übersicht beschreibt den Stand von Dezember 2019, nicht die Unterstützung aktueller Blender-Versionen.

RenderpfadHardware laut Handbuch 2.81Betriebssysteme
CUDANVIDIA, Compute Capability ab 3.0Windows, macOS, Linux
OptiXGeForce RTX oder Quadro RTXWindows, Linux
OpenCLAMD, GCN ab Generation 2Windows, Linux

Aktiviert wird der Renderpfad unter Preferences, System, Cycles Render Devices. Zusätzlich muss die betreffende Szene unter Render, Device auf GPU-Berechnung gestellt werden.

OptiX unterstützt nicht alle Cycles-Funktionen

Die Release Notes zu Cycles 2.81 nennen als damals fehlende OptiX-Funktionen Baking, Branched Path Tracing, die Ambient-Occlusion- und Bevel-Shader sowie gemeinsames CPU-/GPU-Rendering. Beim ersten Renderlauf musste zudem der OptiX-Kernel kompiliert werden; das konnte einige Minuten dauern. Die Versionshinweise verlangen mindestens Treiber 435.80 unter Windows beziehungsweise 435.12 unter Linux.

Bei OptiX konnte Blender 2.81 für größere Szenen außerdem nicht auf Arbeitsspeicher ausweichen. Mehrere GPUs vergrößerten laut Handbuch den pro Grafikkarte verfügbaren Szenenspeicher nicht. Ein Renderauftrag und die Oberfläche auf derselben GPU konnten die Bedienung beeinträchtigen.

Bereits Blender 2.79 hatte AMD-OpenCL-Rendering überarbeitet. Die Tabelle stellt Kompatibilität gegenüber, keine gemessenen Renderzeiten. Ein pauschaler Geschwindigkeitsfaktor oder eine Rangfolge konkreter Grafikkarten lässt sich daraus nicht ableiten.

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