Microsoft erwog nach dem Abschied von Bungie zeitweise, Gearbox Software mit der Entwicklung eines neuen Halo-Spiels zu beauftragen. Bonnie Ross, damalige Leiterin von 343 Industries, schilderte diese Überlegung in einem IGN-Interview, das GameSpot am 3. April 2019 zusammenfasste.
Gearbox war laut Ross der einzige externe Partner, den Microsoft für die Fortführung der Reihe ernsthaft in Betracht zog. Das Studio hatte bereits die PC-Version von Halo: Combat Evolved umgesetzt und verfügte damit über Erfahrung mit der Marke. Eine konkrete Entwicklung durch Gearbox wurde jedoch nicht gestartet.
343 Industries übernimmt die Reihe
Ross setzte sich dafür ein, Halo innerhalb von Microsoft weiterzuentwickeln. Daraus entstand 343 Industries als internes Studio, das mit Halo 4 erstmals einen Hauptteil ohne Bungie verantwortete. Ein älterer XboxDev-Beitrag zur Gründung von 343 Industries beschreibt diesen Übergang aus damaliger Sicht.
Die Entscheidung gegen eine externe Fortsetzung prägte die weitere Struktur der Serie. Gearbox blieb als möglicher Partner in der Rückschau relevant, erhielt aber keinen Auftrag für Halo 4.
