Unity baut In-App-Kauf-System für Direktvertrieb und alternative Zahlungsdienstleister aus

Unity erweitert sein Produkt für In-App-Käufe und richtet es stärker auf Direktvertrieb und alternative Zahlungsabwicklung aus. In einem Videogespräch erläuterten Rambod Kermanizadeh von Unity sowie Vertreter des Studios SciPlay, wie Entwickler damit ihre Margen zurückgewinnen sollen.

Hintergrund ist die Öffnung bisher geschlossener Plattformsysteme. Entfällt die in mobilen Stores übliche Abgabe von 30 Prozent, können Studios laut Unity zwischen 20 und 25 Prozent Marge zurückholen. Unity IAP fungiert dabei als Abstraktionsschicht über den nativen Store-SDKs und stellt Entwicklern eine C#-Schnittstelle bereit.

Webshops und regionale Vorschriften

Künftig will Unity Funktionen wie plattformübergreifendes Berechtigungsmanagement sowie den direkten Verkauf über Webshops mit alternativen Zahlungsabwicklern abdecken. Als Partner nennt das Unternehmen den Finanzdienstleister Stripe sowie den Webshop-Anbieter Coda. Die Preisgestaltung müsse an regional unterschiedliche Gesetze angepasst werden, etwa an Märkte wie Indien, in denen viele Nutzer über ihren Mobilfunkanbieter bezahlen. Das vollständige Gespräch steht im Unity-Blog.

Die Frage nach Plattformgebühren und alternativen Vertriebswegen beschäftigt die Branche seit Längerem, wie der GDC-2026-Trends-Report zur Finanzierung zeigt.

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