Tencent Q3 2023: Spielesparte erwirtschaftet 6,3 Milliarden US-Dollar, Inlandsgames wachsen dank Honor of Kings wieder

Tencent hat am 15. November 2023 die Ergebnisse für das dritte Quartal zum 30. September 2023 vorgelegt. Der Gesamtumsatz des Konzerns stieg um 4 Prozent auf 154,6 Milliarden Yuan (rund 21,5 Milliarden US-Dollar). Der Reingewinn ging um 5 Prozent auf 36,8 Milliarden Yuan (etwa 5,1 Milliarden US-Dollar) zurück. Die Spielesparte steuerte mit einem Umsatz von rund 6,3 Milliarden US-Dollar etwa 30 Prozent zum Konzernerlös bei. Damit bleibt Tencent der weltweit umsatzstärkste Spielekonzern.

Inlandsgames wieder im Wachstum

Das Segment der Inlandsgames legte im dritten Quartal um 5 Prozent auf 32,7 Milliarden Yuan zu und kehrte damit nach einer schwächeren Phase wieder auf einen Wachstumspfad zurück. Tencent führt den Anstieg auf die China-Starts von Valorant und Lost Ark zurück sowie auf die anhaltend hohen Erlöse der etablierten Titel Honor of Kings und Dungeon & Fighter (DnF). Beim Umsatz wie bei den Nutzerzahlen sieht sich der Konzern nach eigenen Angaben weiter als Marktführer in China. Wie umkämpft der dortige Markt ist, zeigt der Blick auf Wettbewerber wie NetEase, das zuletzt seine Strukturen neu ordnete.

Das Geschäft mit internationalen Spielen wuchs im selben Zeitraum um 7 Prozent auf 13,3 Milliarden Yuan (rund 1,84 Milliarden US-Dollar). Zusammengenommen erzielte die Spielesparte aus In- und Auslandsgeschäft einen Umsatz von etwa 6,36 Milliarden US-Dollar. Bemerkenswert ist die Erholung des Inlandssegments vor allem deshalb, weil regulatorische Eingriffe und ein restriktiverer Umgang mit Spielelizenzen das Geschäft in China in den Vorquartalen gebremst hatten.

Weltweit größter Spielekonzern nach Umsatz

Mit einem Quartalsumsatz von rund 6,3 Milliarden US-Dollar allein aus Spielen liegt Tencent weiter vor allen anderen Anbietern der Branche. Das Portfolio reicht von eigenentwickelten Mobile-Titeln wie Honor of Kings bis zu Beteiligungen an westlichen Studios, darunter Riot Games als Entwickler von Valorant. Lost Ark wiederum stammt ursprünglich vom südkoreanischen Studio Smilegate. An diesem Beispiel wird sichtbar, wie Tencent westliche und asiatische Erfolgstitel über Publishing-Vereinbarungen in den eigenen Heimatmarkt holt.

Für die Gamesbranche ist die Quartalsbilanz vor allem ein Signal, dass sich das chinesische Spielegeschäft nach den regulatorischen Belastungen der Vorjahre wieder stabilisiert. Der Rückgang beim Reingewinn hängt in erster Linie mit Bewertungseffekten und Investitionen zusammen, weniger mit der operativen Entwicklung des Kerngeschäfts. Die vollständigen Segmentzahlen finden sich in der offiziellen Quartalsmitteilung des Konzerns.

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