NVIDIA hat am 6. Januar 2025 auf der CES in Las Vegas die GeForce RTX 50 Serie auf Basis der Blackwell Architektur angekündigt. An der Spitze des Portfolios steht die GeForce RTX 5090 mit 92 Milliarden Transistoren, 32 GB GDDR7 Speicher und einem Listenpreis von 1.999 US-Dollar. Der Verkaufsstart der Desktop-Karte ist für den 30. Januar 2025 vorgesehen. Die RTX 5090 erreicht laut Hersteller 3.352 AI TOPS und bindet ihren Speicher über einen 512 Bit breiten Bus mit 1.792 GB/s Bandbreite an.
Unterhalb des Flaggschiffs stehen drei weitere Desktop-Modelle. Die RTX 5080 mit 1.801 AI TOPS startet ebenfalls am 30. Januar 2025 zu 999 US-Dollar. Die RTX 5070 Ti mit 1.406 AI TOPS und die RTX 5070 mit 988 AI TOPS folgen im Februar zu 749 beziehungsweise 549 US-Dollar. Mobile Varianten der Serie kommen ab März für RTX 5090, 5080 und 5070 Ti, das Laptop-Modell der RTX 5070 ab April. Wie schnell die mobilen Chips in fertigen Geräten ankommen, zeigte sich später etwa am kompakten Asus ROG NUC mit RTX 5090 Laptop-GPU. Die Blackwell Generation setzt auf Tensor Cores der fünften und RT Cores der vierten Generation. NVIDIA gibt für die Spitze gegenüber der RTX 4090 bis zum Doppelten der Leistung an. Jensen Huang fasste den Schritt mit den Worten zusammen, Blackwell sei als Motor der KI nun für Spieler, Entwickler und Kreative angekommen.
DLSS 4 mit Multi Frame Generation
Der zentrale Software-Hebel der neuen Serie ist DLSS 4. Die hier eingeführte Multi Frame Generation erzeugt per KI bis zu drei zusätzliche Bilder pro gerendertem Bild. In Verbindung mit den übrigen DLSS Verfahren stellt NVIDIA daraus einen Leistungszuwachs von bis zum Achtfachen gegenüber klassischem Rendering in Aussicht, wobei die Reaktionszeit über NVIDIA Reflex stabil gehalten werden soll. Ray Reconstruction und Super Resolution arbeiten in DLSS 4 erstmals mit einem Transformer-Modell, das laut Datenblatt die doppelte Zahl an Parametern und die vierfache Rechenlast gegenüber dem bisherigen Ansatz nutzt. Für Studios verschiebt sich damit ein Teil der Bildqualität von der reinen Rasterleistung hin zur korrekten Integration der KI-Pipeline.
Neurales Rendering als neue Baustelle für Studios
Über die Frame Generation hinaus führt NVIDIA mit der RTX 50 Serie ein Bündel an Verfahren für neurales Rendering ein. RTX Neural Shaders verlagern Teile der Materialberechnung in kleine, in die Shader integrierte neuronale Netze. RTX Neural Faces zielt auf die Darstellung von Gesichtern, RTX Mega Geometry soll laut Hersteller die einhundertfache Zahl strahlverfolgter Dreiecke ermöglichen. Für die Gameentwicklung kommt damit eine zusätzliche technische Baustelle hinzu, da Assets, Materialpipelines und Tooling auf diese Modelle abgestimmt werden müssen, um den angekündigten Leistungs- und Qualitätsgewinn abzurufen. Die Funktionen sind nicht auf NVIDIA Hardware beschränkt formuliert, setzen in ihrer vollen Ausprägung jedoch die Tensor Cores der Blackwell Generation voraus.
Die Angaben basieren auf der offiziellen Quelle.
