gamescom 2025: GeForce NOW verdoppelt Bibliothek auf 4.500 Spiele via NVMesh-Cloud-Storage

Zur gamescom hat NVIDIA am 18. August 2025 eine Neuerung vorgestellt: Der Cloud-Gaming-Dienst bekommt eine Funktion namens Install-to-Play. Damit lassen sich PC-Titel direkt in der Cloud installieren, statt nur auf eine vorab kuratierte Liste streambarer Spiele zuzugreifen. Der zugängliche Katalog wächst dadurch nach Herstellerangaben von zuvor mehr als 2.300 auf über 4.500 Ready-to-Play- und Install-to-Play-Titel und verdoppelt sich damit praktisch. Für das reine Streaming sind laut NVIDIA bereits mehr als 2.200 Steam-Titel freigegeben. Den Dienst hatte GeForce NOW schon länger als Streaming-Plattform positioniert, die neue Installationsfunktion geht aber deutlich darüber hinaus.

NVMesh als technische Grundlage

Technisch baut Install-to-Play auf einem Cloud-Speicher auf, der mit der NVMesh-Technologie von NVIDIA läuft. NVMesh ist eine software-definierte Storage-Architektur, die NVMe-Flash-Ressourcen über das Rechenzentrumsnetzwerk hinweg bündelt und Servern mit geringer Latenz als logisches Laufwerk bereitstellt. Für GeForce NOW heißt das: Ein installiertes Spiel bleibt verfügbar, egal auf welchem Rechenknoten die jeweilige Sitzung gerade läuft. In der Ausbaustufe für die RTX-5080-Klasse nennt NVIDIA Server mit 62 Teraflops Rechenleistung und einem 48 GB großen Framebuffer. Die sollen gegenüber der Vorgängergeneration bis zu 2,8-mal höhere Bildraten liefern.

Was der Speicher kostet und was sich für Spieler ändert

Mitglieder der Stufen Ultimate und Performance bekommen 100 GB Sitzungsspeicher dazu. Wer Spiele dauerhaft installieren will, zahlt für persistente Erweiterungen extra: 200 GB kosten 2,99 US-Dollar, 500 GB 4,99 US-Dollar und 1 TB 7,99 US-Dollar pro Monat. Ein einmal im persistenten Speicher abgelegter Titel ist ohne erneute Installation spielbereit, und auch die Spielstände bleiben erhalten, selbst ohne Steam Cloud. Der Start hängt am Rollout der RTX-5080-Serverklasse, den NVIDIA für September 2025 vorsah. Damit verschiebt sich, wie ein Cloud-Gaming-Katalog überhaupt funktioniert. Nicht mehr eine geschlossene Auswahl lizenzierter Streamingtitel steht im Zentrum, sondern die individuell zusammengestellte Bibliothek des Nutzers. Die Katalogbreite taugt so kaum noch zur Abgrenzung von der Konkurrenz, und der Speicherplatz wird zum Posten, an dem sich Geld verdienen lässt.

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