Ubisoft hat am 20. März 2018 eine Vereinbarung mit Vivendi über den vollständigen Ausstieg des Medienkonzerns aus dem Ubisoft-Aktionariat angekündigt. Vivendi wollte seine 30.489.300 Aktien verkaufen, die 27,27 Prozent des Ubisoft-Kapitals entsprachen.
Die Transaktion wurde auf mehrere Käufer verteilt. Ubisoft kündigte einen Aktienrückkauf an, die Guillemot Brothers SE übernahm ebenfalls Anteile. Der verbleibende Teil sollte über ein beschleunigtes Platzierungsverfahren an institutionelle Investoren gehen. Vivendi bezifferte den Gesamtwert seiner Beteiligung in der eigenen Mitteilung zum Verkauf auf rund zwei Milliarden Euro.
Tencent wird langfristiger Ubisoft-Partner
Neben dem Rückzug von Vivendi sah die Vereinbarung den Einstieg von Tencent und dem Ontario Teachers’ Pension Plan als langfristige Investoren vor. Ubisoft und Tencent schlossen zusätzlich eine strategische Partnerschaft, die den Zugang zu Ubisoft-Marken in China ausbauen sollte. Tencent sollte zunächst 5.591.469 Ubisoft-Aktien beziehungsweise rund fünf Prozent des Kapitals halten.
Alle Transaktionen wurden zu einem Preis von 66 Euro je Aktie strukturiert. Nach dem Abschluss sollte Vivendi keine Ubisoft-Aktien mehr halten und sich für fünf Jahre auch nicht erneut am Unternehmen beteiligen. Die Vereinbarung beendete damit den seit mehreren Jahren laufenden Streit um den Einfluss des französischen Medienkonzerns. Zu den damaligen Veröffentlichungen von Ubisoft gehörte unter anderem ein Marketingabkommen für Assassin’s Creed Origins und Xbox One X.
