Xbox Series S: Microsoft-Patent beschreibt externe Prüfung physischer Spiele

Ein am 13. Mai 2022 veröffentlichter Microsoft-Patentantrag beschreibt eine Möglichkeit, physische Spiele auf einer Konsole ohne eigenes Laufwerk zu verifizieren. Dafür könnte eine Disc zunächst in das Laufwerk einer zweiten Konsole eingelegt werden. Die laufwerklos ausgestattete Xbox Series S würde anschließend den Zugriff auf die digitale Version erhalten.

Die Patentschrift nennt verschiedene Szenarien für die Authentifizierung. Eine Xbox One oder ein anderes Gerät mit Laufwerk könnte die Disc prüfen und die Berechtigung an die digitale Konsole weitergeben. Die Verbindung könnte über das lokale Netzwerk oder über ein Microsoft-Konto hergestellt werden.

Keine bestätigte Produktplanung

Aus dem Patentantrag geht nicht hervor, ob Microsoft die Technik tatsächlich in ein Produkt oder ein Systemupdate überführen will. Patente dokumentieren technische Ideen und sichern mögliche Entwicklungsrichtungen ab, sind aber keine Ankündigungen. Auch die Dauer einer möglichen Freischaltung bleibt in der Beschreibung offen.

Disc als Nachweis für digitale Nutzung

Eine beschriebene Variante sieht vor, dass die Disc nur während der Prüfung in einem externen Laufwerk liegt. Die digitale Xbox könnte das Spiel danach aus dem Store laden. Unklar bleibt, ob die Disc beim Spielen weiterhin verfügbar sein muss oder ob ein Konto die Berechtigung zeitweise speichert.

Für Besitzer einer Konsole ohne Laufwerk würde ein solches Verfahren die vorhandene Sammlung physischer Spiele besser nutzbar machen. Die Xbox Series S bleibt nach aktuellem Stand jedoch eine rein digitale Konsole. Microsoft hat keine Umsetzung des beschriebenen Patents angekündigt.

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