Am 2. April 2016 veröffentlichte Chris Briggs ein Tutorial zur Entwicklung einer UWP-Anwendung für die Xbox One. Im Mittelpunkt steht der neue Developer Mode, der das Bereitstellen eigener Anwendungen auf der Konsole mit Visual Studio ermöglicht.
Ausgangspunkt war die Ankündigung von ID@Xbox zum Xbox Dev Mode auf der Build 2016. Die Funktion ergänzt die gemeinsame Plattformidee der Universal Windows Platform, die Anwendungen für Windows, Xbox One und weitere Gerätefamilien aus einer Codebasis ansprechen sollte.
Das Beispiel aus dem Tutorial ruft Wetterdaten über eine REST-Schnittstelle ab, verarbeitet die JSON-Antwort mit JSON.NET und zeigt Temperatur sowie Luftfeuchtigkeit in einer einfachen UWP-Oberfläche an. Die erste Videoanleitung zur Aktivierung ergänzt die einzelnen Schritte.
Dev Mode trennt Entwicklung und Retail-Betrieb
Für den Einstieg nennt Briggs ein Windows-Dev-Center-Konto, Visual Studio 2015 mit Update 2 und die UWP-Entwicklungswerkzeuge. Hinzu kommen ein Windows-10-PC mit dem SDK-Preview-Build 14295 sowie eine Xbox One mit mindestens 30 GB freiem Speicher. Im Developer Mode lassen sich Anwendungen aus Visual Studio auf die Konsole übertragen. Retail-Apps und reguläre Spiele stehen in diesem Modus nicht zur Verfügung.
Aktiviert wird der Modus über die Dev Mode Activation App. Nach der Anmeldung im Developer Center und der Eingabe des auf der Konsole angezeigten Codes installiert das Gerät die Entwicklungsumgebung und startet neu. Für die Bereitstellung muss das Projekt in Visual Studio auf x86 gestellt werden. Als Ziel dient eine Remote Machine, die Xbox wird anschließend über ihre IP-Adresse und den Pairing-Code aus dem Developer Home verbunden.
Briggs weist außerdem auf die damalige Unzuverlässigkeit der automatischen Gerätesuche in Visual Studio hin und nennt einen IP-Scanner als mögliche Ausweichlösung. Das zweite Video zeigt den Start der Anwendung auf der Xbox One.
Nach dem Test lässt sich die Konsole aus dem Developer Home wieder in den Retail Mode versetzen. Das Tutorial dokumentiert damit den Stand der Xbox-One-Entwicklung im Frühjahr 2016, als UWP-Anwendungen, Visual Studio und die Konsole erstmals ohne eine Aufnahme in das ID@Xbox-Programm für eigene Experimente verbunden werden konnten. Für Bereitstellungsfehler verwies Briggs auf die damalige Microsoft-Dokumentation zur Fehlerbehebung.
