Wer am 22. November 2013 eine Xbox One auspackt, kommt um ein Online-Update nicht herum. Ohne den Patch tut die Konsole so gut wie nichts. Albert Penello, Senior Director of Product Management bei Microsoft, hat die Hintergründe in einem am 8. November 2013 veröffentlichten Interview erläutert. Auf die Frage, was sich ohne den sogenannten Day-One-Patch noch anstellen lasse, fiel die Antwort knapp aus: nichts. Freiwillig sei das Einspielen jedenfalls nicht.
Warum die Konsolen mit alter Software vom Band laufen
Schuld ist der Software-Stand der fertigen Geräte. Die Konsolen für den Launch tragen laut Penello eine recht alte Version des Betriebssystems, weil die Produktion lange vor dem Verkaufsstart anlief. Zentrale Funktionen und ein Teil der Apps waren zum Zeitpunkt der Fertigung schlicht noch nicht fertig. Genau diese Bestandteile liefert das Day-One-Update nach. Microsoft weist nach eigener Aussage schon seit Juni 2013 darauf hin, dass die Konsole ein solches Update brauchen wird. Ohne den Patch geht nach Penellos Darstellung kaum etwas, in der Praxis lassen sich nicht einmal Spiele starten. Eine Verbindung zu Microsoft hat sich die Hardware also gleich nach dem Auspacken verdient.
Internet am ersten Tag ist Pflicht
Zum Verkaufsstart führt damit kein Weg an einer Internetverbindung vorbei, sonst bleibt die Konsole unbrauchbar. Das erinnert an die Debatte um die ursprünglich geplanten Always-Online-Anforderungen der Xbox One, die Microsoft nach heftiger Kritik im Sommer 2013 wieder einkassiert hatte. Mit dem Day-One-Patch hat das technisch nichts zu tun, eine einmalige Verbindung beim ersten Einrichten verlangt er trotzdem. Gegenüber Engadget machte Penello keinen Hehl daraus, dass das Update einzuspielen ist und von einer echten Wahl keine Rede sein kann. Käufer ohne Netzzugang am ersten Tag haben zunächst kaum mehr als einen schwarzen Kasten vor sich.
