Microsoft und das französische KI-Unternehmen Mistral AI vertiefen ihre Zusammenarbeit. In einer Unternehmensmitteilung vom 21. Juli 2026 kündigen beide eine Ausweitung der strategischen Partnerschaft an. Microsoft investiert demnach im niedrigen Milliarden-Dollar-Bereich in Mistrals europäische KI-Infrastruktur, die mit Nvidias kommenden Vera-Rubin-GPUs ausgebaut wird.
Neue Mistral-Modelle für Microsoft Foundry
Kernstück des Deals ist die Integration von Mistral Medium 3.5, dem aktuellen Flaggschiff-Sprachmodell des Unternehmens, sowie des Dokumentenerkennungsmodells OCR 4 in Microsoft Foundry, vormals Azure AI Foundry, und Copilot Studio. Die technischen Details zur Bereitstellung von Mistral Medium 3.5 und OCR 4 in Microsoft Foundry beschreibt Microsoft in einem eigenen Foundry-Beitrag. Microsoft-Präsident Brad Smith betonte, Europa solle Zugang zu erstklassigen KI-Systemen erhalten, ohne die Kontrolle über Daten, Betrieb und digitale Zukunft aufzugeben. Ein frisches Investment in Mistral selbst ist mit dem Deal nicht verbunden, Microsoft hatte sich bereits 2024 mit 15 Millionen Euro an dem Unternehmen beteiligt.
Codestral als Alternative für Entwickler bereits verfügbar
Für Softwareentwickler ist vor allem interessant, dass auf derselben Foundry-Plattform bereits seit Anfang 2025 Mistrals eigenes Coding-Modell Codestral verfügbar ist, das über 80 Programmiersprachen unterstützt und dort als Alternative zu GitHub Copilot dient. Der neue Milliardendeal selbst bringt kein zusätzliches Coding-Modell, er erweitert Foundry aber um ein leistungsfähigeres Allzweck-Sprachmodell, auf das auch KI-gestützte Entwicklungswerkzeuge zurückgreifen können.
