ASUS ROG Raikiri II Xbox Wireless im Test: Starke Technik mit einem Komfortproblem an der Xbox

Mit dem ROG Raikiri II Xbox Wireless positioniert ASUS einen technisch aufwendig ausgestatteten Controller für Xbox-Konsolen, Windows-PCs und die ROG-Xbox-Ally-Modelle. TMR-Sticks, Mikroschalter, vier frei belegbare Rücktasten, umschaltbare Trigger und eine Polling-Rate von bis zu 1.000 Hz richten sich klar an das Premiumsegment.

Im Praxiseinsatz hinterlässt der Controller einen entsprechend starken Eindruck. Präzision, Ergonomie und Eingabeverhalten gehören zu den besten Eigenschaften des Raikiri II. Die drahtlose Xbox-Anbindung über einen separaten USB-Empfänger bringt allerdings einen Komfortnachteil mit sich, der bei einem Controller dieser Preisklasse besonders auffällt.

Xbox-zertifiziert, aber nicht mit nativem Xbox Wireless

Die Produktbezeichnung ROG Raikiri II Xbox Wireless kann zunächst den Eindruck erwecken, dass der Controller das von Microsoft eingesetzte Xbox-Wireless-Protokoll verwendet. Tatsächlich erfolgt die kabellose Verbindung zur Xbox Series X|S oder Xbox One über einen mitgelieferten 2,4-GHz-USB-Empfänger. Alternativ kann der Controller per USB-C angeschlossen werden. Das hat zur Folge das man den USB Empfänger immer benötigt und die Konsole dadurch nicht startbar ist.

Bluetooth steht für Windows-PCs und die ROG-Xbox-Ally-Systeme zur Verfügung, nicht jedoch für die direkte Verbindung mit einer Xbox-Konsole. ASUS bewirbt den Raikiri II damit zwar korrekt als Xbox-zertifizierten Wireless-Controller, technisch unterscheidet sich die Funkanbindung aber deutlich von einem regulären Xbox Wireless Controller oder dem Xbox Elite Wireless Controller Series 2.

Der Empfänger befindet sich in einem verschließbaren Fach auf der Rückseite des Controllers. Für Transport und Aufbewahrung ist diese Lösung sinnvoll. Im stationären Betrieb belegt der Dongle jedoch dauerhaft einen USB-Anschluss der Konsole. Das dürfte in vielen Setups kein entscheidendes Problem sein, wirkt angesichts des Preises aber weniger elegant als eine native Xbox-Verbindung.

Deutlicher fällt die Einschränkung beim Starten der Konsole auf. Über den Raikiri II lässt sich die Xbox nicht so zuverlässig und nahtlos aus dem ausgeschalteten Zustand starten wie mit einem direkt über Xbox Wireless angebundenen Controller. In der Praxis muss die Konsole deshalb zunächst über den Einschaltknopf, einen anderen Controller oder eine alternative Fernsteuerung aktiviert werden.

Bei einem günstigen Drittanbieter-Controller wäre dieser zusätzliche Handgriff verkraftbar. Beim Raikiri II, der als Premiumlösung für Xbox und PC angeboten wird, gehört die fehlende Systemintegration dagegen zu den wichtigsten Kritikpunkten. Die Funkverbindung selbst arbeitet nach dem Start stabil und ohne auffällige Verzögerungen. Das Problem betrifft weniger die Übertragungsqualität als den alltäglichen Bedienkomfort.

Vertraute Xbox-Ergonomie mit guter Verarbeitung

Bei Form und Tastenanordnung orientiert sich ASUS eng am etablierten Xbox-Layout. Die asymmetrisch angeordneten Analogsticks, die Position des Steuerkreuzes und die Platzierung der Schultertasten verlangen keine Umgewöhnung. Der Controller liegt ausgewogen in der Hand und eignet sich auch für längere Spielsitzungen.

Die rückseitigen Bereiche der Griffe sind strukturiert und teilweise gummiert. Dadurch bleibt der Raikiri II auch bei schnellen Eingaben stabil in der Hand. Das Gehäuse vermittelt einen hochwertigen Eindruck, ohne durch übermäßiges Gewicht schwerfällig zu wirken. Die Verarbeitung des Controllers fällt insgesamt überzeugender aus als die Qualität einzelner Zubehörteile.

Optisch folgt ASUS der bekannten ROG-Gestaltung. Die Front kombiniert schwarze Oberflächen mit transparenten und strukturierten Elementen. An beiden Griffen befinden sich RGB-Zonen. Die Beleuchtung ist sauber integriert, bleibt für die Funktion aber ohne Bedeutung und reduziert bei aktiver Nutzung die Akkulaufzeit.

Das Design wirkt technisch und klar als ROG-Produkt erkennbar. Im Vergleich zu manchen früheren Controllern der Marke fällt der Raikiri II dennoch zurückhaltender aus. Auf ein integriertes OLED-Display, wie es beim Raikiri Pro zum Einsatz kam, verzichtet ASUS. Das reduziert die Zahl der dekorativen Elemente und hält die Bedienung übersichtlich.

TMR-Sticks als zentrale technische Verbesserung

Die beiden Analogsticks arbeiten mit TMR-Sensoren. TMR steht für Tunnel Magnetoresistance und beschreibt ein magnetisches Messverfahren, das ohne den mechanischen Schleifkontakt klassischer Potentiometer auskommt. Dadurch sollen Verschleiß und das Risiko für klassischen Stick-Drift reduziert werden.

ASUS bezeichnet die Sticks als driftfrei. Eine solche Aussage lässt sich in einem zeitlich begrenzten Test nicht abschließend bestätigen. TMR-Sensoren beseitigen zwar eine wesentliche Verschleißquelle herkömmlicher Analogsticks, andere mechanische Komponenten wie Federn, Lagerung und Stickmodule bleiben jedoch weiterhin Belastungen ausgesetzt.

Im direkten Einsatz arbeiten die Sticks präzise und gleichmäßig. Kleine Bewegungen werden sauber erfasst, während schnelle Richtungswechsel kontrollierbar bleiben. Gerade in Shootern, Rennspielen und Titeln mit fein abgestufter Kamerasteuerung macht sich die präzise Erfassung positiv bemerkbar.

Die Stickcharakteristik lässt sich über ASUS Gear Link zusätzlich anpassen. Dort stehen Einstellungen für Totzonen, Empfindlichkeitskurven und äußere Begrenzungen bereit. Eine sinnvolle Kalibrierung ist empfehlenswert, da die bevorzugte Abstimmung stark vom jeweiligen Spiel und den persönlichen Eingabegewohnheiten abhängt.

TMR-Technik ist dabei kein automatischer Garant für bessere Spielergebnisse. Entscheidend bleiben die mechanische Qualität des Moduls, die Firmware und die Abstimmung der Eingabekurve. Beim Raikiri II ergibt sich aus diesen Faktoren insgesamt ein sehr kontrolliertes und direktes Stickverhalten.

Mikroschalter sorgen für ein deutliches Eingabegefühl

ASUS verwendet nicht nur bei den Triggern moderne Sensortechnik. Die ABXY-Tasten, das Steuerkreuz, die Bumper und die vier rückseitigen Zusatztasten arbeiten mit Mikroschaltern. Die Eingaben besitzen dadurch einen klar definierten Druckpunkt und werden mit einem deutlich hörbaren Klicken bestätigt.

Besonders bei schnellen Tastenkombinationen und wiederholten Eingaben fühlt sich der Raikiri II direkter an als ein herkömmlicher Xbox Wireless Controller mit Membrankontakten. Die Tasten müssen nicht weit eingedrückt werden, bevor eine Aktion ausgelöst wird.

Das straffe und akustisch präsente Feedback ist allerdings eine Frage des Einsatzzwecks. In kompetitiven Spielen passt die direkte Charakteristik gut zum übrigen Aufbau des Controllers. In ruhigen Umgebungen oder bei langen Einzelspieler-Sitzungen können die Klickgeräusche und der härtere Anschlag dagegen auffallen.

Das Steuerkreuz arbeitet ebenfalls präzise und eignet sich sowohl für Menünavigation als auch für Spiele, in denen exakte Richtungswechsel notwendig sind. Es erreicht allerdings nicht die mechanische Variabilität modularer Premiumcontroller, bei denen unterschiedliche D-Pad-Formen eingesetzt werden können.

Dual-Mode-Trigger für unterschiedliche Genres

Auf der Rückseite befinden sich mechanische Umschalter für die beiden Trigger. Im normalen Modus steht der vollständige analoge Weg zur Verfügung. Das eignet sich insbesondere für Rennspiele, bei denen Gas und Bremse fein dosiert werden müssen.

Im kurzen Modus werden die Triggerwege stark reduziert. Die Eingabe erfolgt dann über Mikroschalter und erinnert stärker an einen Mausklick. In Shootern oder Actionspielen können Aktionen dadurch schneller ausgelöst werden.

Der Wechsel zwischen beiden Betriebsarten erfolgt direkt am Controller und benötigt keine Software. Das ist im Alltag deutlich praktischer als eine ausschließlich digitale Konfiguration. Die mechanischen Schalter lassen sich klar bedienen und verändern das Triggergefühl unmittelbar.

Der analoge Modus nutzt ebenfalls TMR-Sensoren. Über Gear Link können Anfangs- und Endpunkte angepasst werden. Dadurch lässt sich beispielsweise bestimmen, ab welcher Bewegung ein Trigger reagiert und wann der maximale Eingabewert erreicht wird.

Die Kombination aus vollständigem Analogweg und kurzem Mikroschaltermodus gehört zu den stärksten Funktionen des Raikiri II. Sie bringt einen tatsächlichen praktischen Nutzen und beschränkt sich nicht auf eine zusätzliche Einstellmöglichkeit im Datenblatt.

Vier Rücktasten mit sinnvoller Positionierung

Auf der Rückseite des Controllers sitzen vier zusätzliche Tasten. Sie lassen sich über Gear Link frei belegen und ermöglichen Eingaben, ohne die Daumen von den Analogsticks nehmen zu müssen. Das ist insbesondere in Shootern, Actionspielen und komplexeren Multiplayer-Titeln von Vorteil.

Die Tasten sind gut erreichbar und in die Griffbereiche integriert. Anders als beim Xbox Elite Wireless Controller Series 2 verwendet ASUS keine abnehmbaren Paddles. Dadurch können die Bedienelemente weder verloren gehen noch versehentlich aus ihrer Halterung gelöst werden.

Die feste Bauweise hat jedoch auch Nachteile. Die Positionen lassen sich nicht an unterschiedliche Handgrößen anpassen. Zudem besteht keine Möglichkeit, einzelne Rücktasten mechanisch zu entfernen oder zu sperren. Bei festerem Griff können unbeabsichtigte Eingaben auftreten, sofern alle vier Tasten mit häufig ausgelösten Funktionen belegt sind.

Eine zurückhaltende Belegung ist deshalb sinnvoll. Zwei der vier Tasten lassen sich meist problemlos und dauerhaft verwenden. Bei allen vier Eingaben hängt der Komfort stärker von Handgröße und Griffhaltung ab.

1.000 Hz nur am PC

ASUS nennt eine Polling-Rate von bis zu 1.000 Hz als eines der wichtigsten Leistungsmerkmale. Diese Rate steht jedoch nur im PC-Modus über USB oder die 2,4-GHz-Verbindung zur Verfügung. An einer Xbox-Konsole arbeitet der Controller laut ASUS mit einer niedrigeren Abfragerate.

Die 1.000-Hz-Angabe darf daher nicht als allgemeine Eigenschaft des Xbox-Betriebs verstanden werden. Gerade die Kombination aus Produktname, Xbox-Zertifizierung und hervorgehobener Polling-Rate kann sonst einen falschen Eindruck vermitteln.

Am PC reagiert der Controller sehr direkt. Ob der Unterschied gegenüber niedrigeren Abfrageraten im jeweiligen Spiel spürbar ist, hängt von Bildrate, Engine, Eingabelatenz und persönlicher Wahrnehmung ab. Die hohe Polling-Rate ist technisch dennoch ein Vorteil, insbesondere bei schnellen Spielen und hohen Bildwiederholraten.

Auf der Xbox bleibt die Eingabe ebenfalls präzise. Der Raikiri II verliert dort jedoch eines seiner prominent beworbenen Leistungsmerkmale. Damit ist der Controller technisch stärker auf den kombinierten Betrieb an PC und Xbox ausgerichtet als ausschließlich auf die Konsole. ASUS selbst weist die 1.000 Hz ausdrücklich als Funktion des PC-Modus aus.

Gear Link bietet viele Einstellungen, bleibt aber umständlich

Die Konfiguration erfolgt über ASUS Gear Link. Dabei handelt es sich um eine browserbasierte Oberfläche, über die Tastenbelegung, Stickkurven, Totzonen, Triggerbereiche, Vibrationsstärke und RGB-Beleuchtung angepasst werden können.

Der Ansatz hat einen nachvollziehbaren Vorteil. Für die grundlegende Einrichtung muss kein umfangreiches Softwarepaket wie Armoury Crate installiert werden. Die Oberfläche ist übersichtlich und bietet einen schnellen Zugang zu den wichtigsten Controller-Einstellungen.

Gleichzeitig entsteht eine Abhängigkeit von einem unterstützten Browser und teilweise von einer Internetverbindung. Eine klassische lokale Anwendung oder eine direkte Integration in die Xbox-Zubehör-App wäre für einen Xbox-zertifizierten Premiumcontroller komfortabler.

Besonders deutlich wird die Einschränkung, wenn Einstellungen direkt an der Konsole verändert werden sollen. Umfangreiche Anpassungen müssen weiterhin über einen PC vorgenommen werden. Die gespeicherten Profile werden anschließend im internen Speicher des Controllers abgelegt und stehen auch an der Xbox zur Verfügung.

Mit aktueller Firmware können mehrere Profile direkt am Controller durchgeschaltet werden. Die eigentliche Bearbeitung bleibt jedoch an Gear Link gebunden. ASUS beschreibt den USB-Empfänger zudem als notwendigen Verbindungsweg für die Konfiguration über Gear Link.

Die Software erfüllt ihren Zweck, wirkt im Vergleich zur ausgereiften Xbox-Zubehör-App aber weniger eng mit der Plattform verzahnt. Das passt zum Gesamteindruck des Raikiri II: Die Hardware ist sehr stark, während die Systemintegration nicht vollständig auf dem gleichen Niveau liegt.

Akkulaufzeit und Lieferumfang

ASUS nennt eine Akkulaufzeit von bis zu 50 Stunden im 2,4-GHz-Betrieb. Dieser Wert gilt bei deaktivierter RGB-Beleuchtung, ausgeschalteter Vibration und ohne Audioausgabe über den Controller. Unter realistischen Bedingungen fällt die Laufzeit entsprechend niedriger aus.

Der Controller erreicht dennoch eine alltagstaugliche Laufzeit und muss nicht nach jeder längeren Sitzung geladen werden. Der feste Akku wird über USB-C oder die mitgelieferte Ladestation geladen.

Zum Lieferumfang gehören neben dem Controller und dem 2,4-GHz-Empfänger eine Ladestation, ein Transportetui, ein USB-Kabel und zwei zusätzliche Stickkappen. Das Etui unterstützt ebenfalls das Laden des Controllers, sofern ein Kabel angeschlossen wird.

Der Umfang ist für einen Premiumcontroller angemessen. Die Ladestation bleibt qualitativ allerdings hinter dem Controller zurück. Sie ist relativ leicht und vermittelt weniger Wertigkeit als das eigentliche Eingabegerät. Der Controller sitzt zwar auf der Station, das Aufnehmen und Absetzen gelingt aber nicht so selbstverständlich wie bei schwereren oder magnetisch besser geführten Lösungen.

Auch andere Tests nennen die Ladestation und die browserbasierte Konfiguration als Schwachpunkte. Der umfangreiche Lieferumfang bleibt dennoch ein Vorteil gegenüber Controllern, bei denen Ladezubehör, Transporttasche oder zusätzliche Stickkappen separat gekauft werden müssen.

Einordnung gegenüber dem Xbox Elite Series 2

Der naheliegende Vergleichspartner ist der Xbox Elite Wireless Controller Series 2. Microsofts Modell bietet eine sehr enge Xbox-Integration, austauschbare Paddles, wechselbare Sticks, anpassbare Stickspannung und eine ausgereifte Konfiguration über die Xbox-Zubehör-App.

Der Raikiri II setzt dagegen auf modernere Sensorik, ein geringeres und weniger massives Gehäusegefühl, Mikroschalter und eine höhere Polling-Rate am PC. Die TMR-Sticks sind aus technischer Sicht ein wichtiger Vorteil gegenüber den klassischen Potentiometern des Elite Series 2.

Bei der reinen Eingabequalität liegt der ASUS-Controller vorne. Die Sticks arbeiten präzise, die Tasten reagieren unmittelbar und die Dual-Mode-Trigger sind flexibler als einfache Triggerstopps.

Microsoft bietet im Gegenzug das geschlossenere Konsolenerlebnis. Der Elite Controller verbindet sich ohne USB-Empfänger, kann die Konsole komfortabel einschalten und wird direkt über die Xbox-Oberfläche konfiguriert. Genau diese Punkte zeigen, dass technische Ausstattung und Plattformintegration zwei unterschiedliche Qualitätsbereiche darstellen.

Der Raikiri II ist damit nicht grundsätzlich der bessere Controller für jeden Einsatzzweck. Für schnelle Eingaben, moderne Sticktechnik und den parallelen Betrieb an PC und Xbox ist er die technisch interessantere Lösung. Für eine möglichst nahtlose Nutzung ausschließlich an der Konsole bleibt das Microsoft-Modell komfortabler.

Preis und Zielgruppe

Der ASUS ROG Raikiri II wird im deutschen Handel im Juli 2026 überwiegend zwischen rund 189 und 210 Euro angeboten. Einzelne Händler liegen darunter, während größere Anbieter häufig weiterhin etwa 210 Euro verlangen.

Damit bewegt sich der Controller klar im Premiumsegment. TMR-Sticks, Mikroschalter, Rücktasten, Funkbetrieb, Ladestation und Transportetui erklären einen Teil des Preises. Gleichzeitig steigen in dieser Klasse die Anforderungen an Software, Zubehör und Konsolenintegration.

Für gelegentliche Nutzung ist der Raikiri II überdimensioniert. Der reguläre Xbox Wireless Controller deckt die grundlegenden Anforderungen zu einem erheblich niedrigeren Preis ab.

Interessant ist der ASUS-Controller vor allem für intensive Xbox- und PC-Nutzung, für schnelle Multiplayer-Titel und für Spiele, in denen präzise Analogsteuerung eine große Rolle spielt. Besonders sinnvoll ist er in Setups, in denen regelmäßig zwischen Xbox, Windows-PC und ROG Xbox Ally gewechselt wird.

Fazit

Der ASUS ROG Raikiri II Xbox Wireless gehört technisch zu den stärksten derzeit verfügbaren Controllern für Xbox und PC. Die TMR-Sticks arbeiten präzise, die Mikroschalter liefern ein direktes Eingabegefühl und die umschaltbaren Trigger decken unterschiedliche Genres sinnvoll ab. Vier Rücktasten, umfangreiche Profileinstellungen und ein vollständiger Lieferumfang ergänzen die Hardware.

Im täglichen Xbox-Betrieb bleibt jedoch ein unnötiger Bruch. Die drahtlose Verbindung erfolgt über einen eigenen USB-Empfänger und nicht über das native Xbox-Wireless-Protokoll. Dadurch wird ein USB-Anschluss belegt und insbesondere das komfortable Einschalten der Konsole über den Controller eingeschränkt.

Auch Gear Link und die leichte Ladestation erreichen nicht das Qualitätsniveau der eigentlichen Controller-Hardware. Die Software bietet viele Einstellungen, ist aber weniger eng in das Xbox-System integriert als Microsofts Zubehörlösung.

Diese Punkte ändern wenig an der sehr guten Eingabequalität. Sobald die Xbox läuft und die Verbindung hergestellt ist, spielt sich der Raikiri II präzise, schnell und komfortabel. Der Controller verbindet moderne Sensortechnik mit einer vertrauten Xbox-Ergonomie und bietet insbesondere gegenüber klassischen Potentiometer-Sticks einen nachvollziehbaren technischen Fortschritt.

Für den kombinierten Einsatz an Xbox und PC ist der ROG Raikiri II eine klare Empfehlung im Premiumsegment. Bei ausschließlicher Xbox-Nutzung bleibt die fehlende native Funkintegration der entscheidende Vorbehalt. Abseits dieses Komfortproblems kommt der Controller einem Must-have für anspruchsvolle Xbox-Spieler sehr nahe.

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