Xbox Cloud Gaming Beta: Game-Pass-Ultimate-Mitglieder können gekaufte Spiele streamen

Microsoft erweitert seine Azure-gestützte Streaming-Infrastruktur um eine Funktion, die über den Game-Pass-Katalog hinausgeht. Wie der Konzern am 20. November 2024 angekündigt hat, können Mitglieder von Xbox Game Pass Ultimate ab sofort ausgewählte selbst besessene Titel über Xbox Cloud Gaming (Beta) streamen. Zum Start stehen mehr als 50 Spiele zur Verfügung, abrufbar in allen 28 Ländern, in denen der Cloud-Dienst betrieben wird.

Bislang beschränkte sich das Cloud-Streaming weitgehend auf den rotierenden Game-Pass-Katalog. Mit der als „Stream your own game“ bezeichneten Funktion entkoppelt Microsoft die Cloud-Wiedergabe vom Abonnementkatalog und bindet sie an den individuellen Spielbesitz der Nutzer. Voraussetzung bleibt eine aktive Game-Pass-Ultimate-Mitgliedschaft, die den Zugang zur Streaming-Infrastruktur freischaltet.

Titelauswahl und unterstützte Plattformen

Zur anfänglichen Auswahl der streambaren Titel zählen unter anderem Baldur’s Gate 3, Cyberpunk 2077, The Witcher 3, Star Wars Outlaws, Final Fantasy XIV Online und Hogwarts Legacy. Der Zugang erfolgt über xbox.com/play. Nach der Anmeldung mit den Game-Pass-Ultimate-Zugangsdaten findet sich der Bereich „Stream your own game“, aus dem heraus die im eigenen Besitz befindlichen Spiele gestartet werden können.

Unterstützt werden Samsung Smart TVs, Amazon-Fire-TV-Geräte, Meta-Quest-Headsets sowie Browser wie Microsoft Edge, Google Chrome und Apple Safari auf PCs, Smartphones und Tablets. Als Eingabegeräte dienen unter anderem der Xbox Wireless Controller, der Xbox Adaptive Controller sowie die Controller DualSense und DualShock 4 von Sony.

Geplante Ausweitung auf Konsole und Windows

Microsoft kündigte an, die Funktion im Jahr 2025 auf Xbox-Konsolen und die Xbox-App unter Windows auszuweiten. Damit zeichnet sich eine schrittweise Vereinheitlichung der Wiedergabewege ab, bei der dieselbe Cloud-Bibliothek geräteübergreifend zugänglich werden soll. Die Beschränkung auf eine kuratierte Liste von über 50 Titeln zum Start deutet auf einen kontrollierten Rollout der Azure-basierten Backend-Kapazitäten hin. Wie sehr Microsoft seine Spiele-Sparte zunehmend als plattform- und geräteübergreifenden Dienst denkt, zeigte sich zuletzt auch in den jüngsten Geschäftszahlen rund um die Xbox-Strategie. Diskussionen über die künftige Struktur der Gaming-Sparte begleiten diese Entwicklung.

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