Ubisoft Montréal: Petition für Hybridarbeit erhält mehr als 300 Unterschriften

Beschäftigte von Ubisoft Montréal wenden sich mit einer Petition gegen die vollständige Rückkehr ins Büro. Nach einem Originalbericht von Game Developer erhielt die Initiative mehr als 300 Unterschriften. Die Organisation Ubisoft Workers of Montreal, kurz UWM, fordert den Erhalt hybrider Arbeit.

Die lokale Games Workers Unite-Gruppe machte den öffentlichen Start der Kampagne Ende September bekannt. Im Beitrag sind Mitarbeiter von Ubisoft Montréal zur Teilnahme aufgerufen. Die Zahl der Unterschriften stammt dagegen aus dem nachfolgenden Medienbericht, nicht aus dem ursprünglichen Ankündigungspost.

Fünf Bürotage statt hybrider Arbeit

Ubisoft hatte im Rahmen seiner Neuordnung die Rückkehr zu fünf Tagen Präsenzarbeit pro Woche angekündigt. Eine jährliche Zahl erlaubter Homeoffice-Tage soll bestehen bleiben. Diese Ausnahme ist nicht dasselbe wie ein dauerhaftes Modell mit regelmäßigem Wechsel zwischen Büro und Arbeit von zu Hause.

Gegenüber GamesIndustry.biz begründete Chief Studios and Portfolio Officer Marie-Sophie de Waubert die Präsenzstrategie mit Zusammenarbeit, Effizienz und Kreativität. Die Petition dokumentiert eine abweichende Position von Beschäftigten. Eine Einigung oder Rücknahme der Vorgabe ist durch die vorliegenden Quellen nicht belegt.

Aufruf zur Teilnahme in den Pausen

Game Developer stellte in einer Korrektur klar, dass UWM Mitarbeiter zum Unterschreiben und Weitergeben der Petition während ihrer Pausen auffordert. Der ursprüngliche Bericht hatte dies fälschlich als Aufruf während der Arbeitszeit beschrieben. Für die Bewertung der Aktion ist dieser Unterschied wesentlich.

Die Auseinandersetzung fällt in eine Phase organisatorischer Änderungen bei Ubisoft. Der Konzern hat Creative House 2 in Massive Entertainment umbenannt. Die neue Bezeichnung der Entwicklungseinheit beantwortet jedoch nicht die Frage, unter welchen Arbeitsbedingungen die beteiligten Teams künftig produzieren.

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