Xbox 360: BadUpdate ermöglicht Software-Exploit ohne Hardware-Umbau

Ein neues Verfahren für die Xbox 360 ermöglicht die Ausführung unsignierter Software, ohne dass die Konsole geöffnet oder mit zusätzlicher Hardware bestückt werden muss. Das Projekt Xbox360BadUpdate beschreibt einen softwarebasierten Hypervisor-Exploit für das aktuelle Dashboard 17559.

Der Exploit nutzt einen Spielstand und einen USB-Stick. Als Auslöser unterstützt das Projekt unter anderem die Test- oder Vollversion von Rock Band Blitz. Nach dem Start kann eine unsignierte XEX-Datei aus dem Verzeichnis BadUpdatePayload geladen werden. Der Vorgang verändert den Zustand der laufenden Konsole und ersetzt keine dauerhafte Modifikation.

Ausführung über USB und Spielstand

Für die Einrichtung wird ein FAT32-formatierter USB-Stick benötigt. Die Dateien des passenden Spielstands werden in das Stammverzeichnis kopiert, anschließend legt der Nutzer die gewünschte unsignierte Anwendung als default.xex im Payload-Ordner ab. Der Spielstand wird in Rock Band Blitz geladen und startet die im Repository dokumentierte Abfolge. Eine ausführliche Demonstration des Ablaufs ist im zugehörigen Video zu sehen.

Das Projekt weist ausdrücklich darauf hin, dass der Exploit nicht persistent arbeitet. Nach einem Neustart oder dem Ausschalten der Konsole muss der Vorgang erneut ausgeführt werden. Zudem ist der Ansatz als Proof of Concept gedacht und bietet nicht die Funktionen einer etablierten Hardware-Modifikation wie RGH. Die Dokumentation auf GitHub beschreibt auch die technischen Grenzen und die unterstützten Dashboard-Versionen.

Der Ansatz ist für Entwickler und Homebrew-Interessierte vor allem deshalb relevant, weil er zeigt, dass sich der Hypervisor-Schutz der Xbox 360 über eine reine Softwarekette zur Laufzeit umgehen lässt. Die Methode setzt jedoch genaue Dateiversionen und einen kompatiblen Spielstand voraus. Sie ist daher kein allgemeiner Softmod und lässt sich nicht auf beliebige Dashboard-Versionen übertragen.

Weitere News

Weitere News

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein